Wer in diesen Tagen auf ein Verbrenner-Fahrzeug angewiesen ist, würde am liebsten den Weg zur Tankstelle vermeiden. Bedingt durch die aktuelle Energiekrise wird es an der Zapfsäule zunehmend schwerer, jede Tankfüllung geht ordentlich ins Geld. Die beiden Abiturienten Florian und Jannik aus Hamburg haben sich dazu Gedanken gemacht und sie dazu gebracht, neben ihrem Abitur eine App zu entwickeln, die dagegen ansteuern soll.
Fahrfuchs (App Store-Link), eine App für iPhone und iPad, ist das Ergebnis der Entwicklungsarbeit. Die Anwendung kann kostenlos aus dem deutschen App Store geladen werden und finanziert sich über ein Abo, das zu Preisen ab 0,99 Euro/Monat oder 7,99 Euro/Jahr erhältlich ist. Für die Installation wird rund 80 MB an freiem Speicherplatz benötigt, ebenso wie iOS/iPadOS 26.0 oder neuer auf dem Gerät. Alle Inhalte stehen bereits in deutscher Sprache bereit.
Fahrfuchs soll laut Aussage der beiden Entwickler helfen, einen Überblick über die Kosten des eigenen Autos zu bekommen, welche Möglichkeiten es gibt, gefahrene Kilometer steuerlich geltend zu machen, und Tipps geben, wie man günstiger tankt oder eine bessere Versicherung abschließt. Die App hat bereits am ersten Tag über 100 Downloads und den 117. Platz in den AppStore Charts erreicht. „Das hat uns gezeigt: Der Bedarf für unsere Lösung besteht“, berichtet Entwickler Florian Ritzel in einer E-Mail an uns.
Die Entwickler berichten, man habe im eigenen Umfeld erlebt, wie die steigenden Spritpreise Menschen unter Druck setzen, die auf ihr Auto angewiesen sind. Die großen Apps seien oft zu fokussiert auf das Thema Tanken, obwohl die Wahrheit sei: Besonders wenn ein Bereich des Autos teurer werde, lasse sich oft an einem anderen sparen, zum Beispiel durch eine andere Versicherung. „Da lässt sich schnell der Nachteil an der Zapfsäule wettmachen“, erklärt Florian Ritzel.
„Dein Auto frisst Geld – aber weißt du wirklich, wie viel?“, heißt es dazu auch in der App Store-Beschreibung zu Fahrfuchs. „Die meisten Autofahrer unterschätzen ihre Kosten um 30 bis 50 Prozent. Fahrfuchs zeigt dir auf den Cent genau, was dein Auto kostet – und wo du ab sofort sparst.“
Versicherungen vergleichen, Sparscore und Pendlerpauschale berechnen

Die App vereint ein Kostentracking für verschiedene Faktoren, die die Gesamtkosten eines Autos ausmachen, darunter Tankfüllungen, Versicherungen, Steuern, Reparaturen, TÜV, Pendlerpauschale, Finanzierung, Autowäsche, Reifen, Bußgelder, Zubehör und Parkgebühren. Um direkt beim Tanken sparen zu können, liefert Fahrfuchs eine Option für Live-Benzinpreise in der Nähe, ebenso wie freie Ladesäulen für Elektroautos in der Umgebung.
Mit Fahrfuchs können darüber hinaus auch 19 verschiedene deutsche Kfz-Versicherer mit Typen-, Schadensfreiheits- und Regionalklassen miteinander verglichen werden. So erfährt man schnell, ob man zu viel für die eigene Autoversicherung zahlt. Auch die eigene Pendlerpauschale lässt sich in Sparfuchs berechnen, um zu sehen, wie viel man bei der Steuererklärung zurückbekommen kann.
Fahrfuchs bietet zudem einen persönlichen Spar-Score mit einer Wertung zwischen 0 und 100 Punkten: Je cleverer man fährt, desto höher ist der Sparfuchs-Score – inklusive Challenges, Streaks und einem Aufstieg durch fünf Stufen. Integriert in die App ist außerdem ein Fahrtenbuch für private und Dienstfahrten, ein Tankrechner für den exakten Verbrauch, das Anlegen mehrerer Fahrzeuge wie Auto, Elektroauto, Motorrad und Roller, ein CSV- und PDF-Export für alle Daten sowie ein unaufgeregtes Design im Dark Mode.
Die App ist grundsätzlich kostenlos nutzbar, bietet aber mit zwei Abostufen weitere Features. Mit Fahrfuchs Plus für 0,99 Euro/Monat erhält man einen Benzinpreis-Alarm mit Push-Benachrichtigungen sowie erweiterte Statistiken, Fahrfuchs Pro für 2,99 Euro/Monat bietet alle Plus-Features plus einen Versicherungsvergleich, einen Steuer-Sparrechner, den PDF-Export und die Integration unbegrenzter Fahrzeuge. Weitere Infos zur App gibt es auch auf der offiziellen Website von Fahrfuchs.

Ich nutze seit Jahren für diese Zwecke die App Spritmonitor. Für 99 Cent kann man die Werbung entfernen und auf der Internetseite kann man noch die Kosten/den Verbrauch der eigenen Autos mit anderen vergleichen.
Moin Frankybabe,
Spritmonitor kenne ich – gutes Tool für Verbrauchsstatistiken. Fahrfuchs geht einen anderen Weg: neben Live-Spritpreisen kannst du alle Autokosten tracken, also Versicherung, TÜV, Reparaturen, Steuer – und siehst am Ende was dein Auto wirklich pro Monat, pro Kilometer und pro Tag kostet. Dazu gibt es einen Versicherungsvergleich mit 19 Anbietern direkt in der App. Und das ganze Werbefrei & ohne die Premium Version.
Vielleicht eine sinnvolle Ergänzung zu Spritmonitor – uns würde es freuen wenn du mal austestet!!
Viele Grüße,
Florian (Entwickler)
Und der Versicherungsvergleich ist bei euch leider genau so rumindär wie bei check24 und co. Ich sehe nur was es mich kostet aber nicht was wirklich eben alles abgedeckt ist bzw. eben nicht. Sowie man wirklich rausbekommen will ob die Versicherung wirklich günstiger für einen ist, gerade im Fall der Fälle, muss man die Police vernünftig lesen ob da wirklich das gleiche abgedeckt ist wie bei der aktuellen.
Richtig Interessant wird das ganze dann auch erst wenn der Fahrer sein komplettes Autoleben reflektieren will und da glaube ich irgendwie nicht dass diese App es überhaupt noch geben wird. Ist schon spannend genug ob die App in 6-10 Jahre noch supportet wird um 1x zu sehen wie teuer das Angeschafte Auto ist. Die leasen oder abonnieren interessieren sich für diese Kosten eh nicht, denn gerade die haben nicht wirklich was mit Inspektionen oder Reparaturkosten am Hut.
Nichts gegen junge Entwickler … aber das nennt sich Excel-Tabelle und so eine führt so ziemlich jeder daran interessierte Autobesitzer.
👍
Moin Reg,
du hast recht – eine Excel-Tabelle kann das auch. Der Unterschied ist der Aufwand: Fahrfuchs holt Live-Spritpreise aus deiner Umgebung, errechnet automatisch Kosten pro Kilometer und pro Tag, vergleicht deine Versicherung mit 19 Anbietern und zeigt dir den Trend über Monate – ohne dass du eine einzige Formel tippst.
Wer das in Excel macht: Respekt. Die meisten tun es aber nicht, und genau dafür ist die App.
Viele Grüße,
Florian (Entwickler)
Du hast definitiv recht, die meisten machen dies nicht aber dass entscheidende sagte Reg schon und zwar die an sowas Interessiert sind schon. Dann lernen die heutigen jungen Autofahrer wenigsten auch mal mit Excel entsprechend umzugehen, können nämlich die wenigsten mittlerweile und das unter anderen wegen solchen Apps wie eure (die definitv gut gemacht ist, vorallem wenn man all diese Dinge mit erfassen will) aber so beschäftigen sich immer weniger mit Excel und Co. So dass man einen frisch ausstudierten erstmal in Office sagen darf wie man mit Excel mehr als nur simples + und – rechnen kann.
Lasst Euch das nicht madig reden. Klar kann man auch alles selber berechnen. Schön das Ihr denen, die den Aufwand nicht betreiben wollen, eine Alternative bietet. 😉