Footpath: Meine meistgenutzte Routenplanungs-Apps für Outdoor-Aktivitäten

Footpath: Meine meistgenutzte Routenplanungs-Apps für Outdoor-Aktivitäten

Routen einfach über Zeichnen auf dem Screen erstellen

Wer kennt das nicht: Man möchte einen Spaziergang oder eine Radtour machen, aber weiß nicht, wie lang die geplante Route letztendlich wird. In diesem Fall setze ich schon seit längerer Zeit auf die praktische App Footpath. Letztere ist eine App für iPhone, iPad und die Apple Watch, die bereits seit April 2013 im deutschen App Store vertreten ist und noch immer regelmäßig mit Updates versehen wird.

Footpath (App Store-Link) wurde von Half Mile Labs unter der Leitung von Eric Wolfe im US-amerikanischen Kalifornien entwickelt und kann kostenlos auf iPhones und iPads geladen werden. Die Anwendung ist etwa 116 MB groß, erfordert iOS/iPadOS 16.0 bzw. watchOS 9.0 oder neuer, und kann vollständig in deutscher Sprache verwendet werden. Die Finanzierung erfolgt über ein optionales „Elite“-Abo, das 3,99 Euro/Monat oder 24,99 Euro/Jahr kostet.


Die Hauptaufgabe von Footpath ist es, Nutzern und Nutzerinnen eine schnelle Routenplanung zu ermöglichen, ohne vorher auf ein GPS-Gerät zurückgreifen zu müssen. Dazu greift die App in der Basisversion auf OpenStreetMaps zurück. In der optionalen „Elite“-Variante kann auch weiteres Kartenmaterial, beispielsweise OpenCycleMaps, Thunderforest Landscape oder auch USGS Topo Maps für die USA und Kanada verwendet werden, zudem gibt es Radwege, Lawinenhangabschattung und Höhenlinien.

Mit Footpath lässt sich über ein einfaches Einzeichnen auf der gewünschten Route schnell eine Planung dieser vornehmen. Dabei kann man angeben, ob man zu Fuß (Gehen, Laufen, Wandern, Bergsteigen, Eislaufen usw.), per Fahrrad, schwimmend, mit dem Boot oder Fahrzeug unterwegs sein möchte, und auch wahlweise Straßen in die Routenplanung mit einbeziehen oder auslassen.

Anhand dieses Profils erstellt Footpath dann eine passende Route, die dann entweder gespeichert (in der Basisversion bis zu fünf Routen), als GPX-Route, GPX-Track, FIT- und TCX-Kurs für Garmin- und Wahoo-Geräte, als CSV-Anweisung oder als KML-Datei exportiert werden kann. Der Routen-Export ist Elite-Nutzern und -Nutzerinnen vorbehalten. Alternativ lassen sich erstellte Routen auch als URL sowie als Karten- oder Foto-Ansicht über das Teilen-Menü des iPhones oder iPads weiterleiten. Ist man Footpath-Elite-User, werden die erstellten Routen auch per iCloud zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert.

Inklusive Navigation mit Abbiegehinweisen und Sprachführung

Das Prozedere von Footpath ist dabei ganz einfach: Über einen Stift-Button am unteren Bildschirmrand in der Kartenansicht aktiviert man die Möglichkeit, mit dem Finger auf der Karte zu zeichnen. Nachdem man seine Route abgezeichnet hat, berechnet die App automatisch die Länge, und zeigt wahlweise in einer grafischen Ansicht auch das Höhenprofil der Route an. Über eine Umkehren-Option lässt sich außerdem der schnellste Rückweg zum Ausgangspunkt generieren, sofern man eine Route von A nach B angegeben hat. Footpath unterstützt auch eine Routenerstellung ohne das „Einrasten“ der Strecke an bekannten Wegen und Straßen.

Im Anschluss an eine erstellte Route kann man sich auf dieser auch direkt über die Footpath-App navigieren lassen. In der Elite-Version gibt es sogar eine Sprachführung samt Abbiegehinweisen, sowie Audioanweisungen auf dem iPhone und der Apple Watch. Routen können vorab mit Abbiegehinweisen für eine Sprachführung gespeichert werden, um dann eine komplette Offline-Navigation zu ermöglichen.

Für die nächste Rad- oder Motorrad-Tour, Wanderung oder Navigation mit dem Auto ist Footpath daher eine wirklich ansehnliche, einfach zu bedienende und vor allem extrem praktische Applikation. Bei mir kommt die nützliche App häufig bei der Planung von Rad- und Wandertouren sowie bei Spaziergängen durch Städte zum Einsatz. Durch den Export von GPX-Dateien ist es auch möglich, erstellte Routen in anderen GPS-Apps oder -Geräten zu verwenden, oder die geplante Route an begleitende Personen weiterzuleiten. So können alle Beteiligten von der erstellten Route profitieren.

‎Footpath Routenplaner und Navi
‎Footpath Routenplaner und Navi

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

Kommentare 11 Antworten

  1. Kann die Navigation auch ohne Abo komplett offline erfolgen?
    Ich merke nämlich hier in den Alpen, daß man in Tälern so gut wie immer nur das Satelliten-Symbol am iPhone sieht und somit mit einer Online-Navigation nichts anfangen kann.
    Es ist schon schwer mit Komoot, da das am Anfang immer kurz eine Internetverbindung benötigt.

    Zu Hause auf dem platten Land in Niedersachsen wäre eine Online-Navigation ohne Probleme möglich.

    Gibt es wie bei Komoot auch Routen von anderen, an denen man sich orientieren kann und auch schöne Aussichtspunkte etc. in der Karte?

    Muß man ohne Abo die Route wirklich auf dem mini-iPhone Display (auch beim Max) ohne Übersicht planen?

    1. Da ich gerade das Abo nutze, kann ich nicht sagen, ob die Navigation auch in der Basisversion komplett online erfolgen kann. Frage aber dazu gerne beim Entwicklerteam nach.

      Routenvorschläge von anderen Usern gibt es nicht.

      Die Routenplanung erfolgt auf dem Display des Geräts, du kannst aber auch Streckenteile rückgängig machen, anpassen und verfeinern.

    2. @ iMactouch: Hast du dir mal eine Garmin Uhr (z. B. Fenix) angesehen? Offline-Karten, Navi ohne das iPhone dabei zu haben.

      Ich nutze neben Strava und Garmin auch Footpath zur Planung von Laufstrecken in fremde Regionen. Wobei ich Footpath mehr für die Vorplanung am iPad nutze. In Garmin-App lässt auf dem iPhone eine Strecke fast genauso wie mit Footpath erstellen und auf die Uhr übertragen und speichern.

      1. Nein, so eine Uhr möchte ich auch nicht, aber Danke für den Hinweis!

        Die Routen planen möchte ich eher, wenn es nicht anders geht auf dem iPad oder noch lieber am 38“ am Mac.
        Da ist bisher Komoot für mich einfach unschlagbar. Die Apple Uhr-App ist aber ein schlechter Scherz.

    3. Habe bezüglich der Navigation Infos vom Entwickler bekommen:

      „Für das Herunterladen von Offline-Karten und die Offline-Navigation mit Audio-Anweisungen ist ein Abonnement erforderlich. Du kannst jedoch weiterhin Routen planen und grundlegende Navigationsfunktionen nutzen (z. B. manuelles Überprüfen deiner Position relativ zu deiner blauen Routenlinie), und zwar zu 100 Prozent kostenlos und ohne Abonnement.“

    1. Schade, das ist richtig ärgerlich. Das macht die App für mich leider auch wenig nutzbar, da ich die GPX Tracks in einer anderen App benötige, um sie möglichst elegant an meinem E-Bike zu verwenden, ohne unnötige Umwege zu gehen.

  2. Die App sieht echt interessant aus: Im Prinzip wie die Garmin Explore App. Bei dieser kann man auch offline Navigieren, Planen, Trails suchen und am Ende das ganze auch auf der Uhr verfolgen um nicht ständig auf das Phone schauen zu müssen. Footpath ist ähnlich, etwas schöner aber eben mit Abo. Bei Garmin zahlt man vermutlich mit der teuren Uhr bzw gibt es dort auch die Abo Option für Topo+ Karten was ich aber nicht benötige.

  3. Danke für den Tipp, hab die App mal ausprobiert. Eine Frage in der Benutzung: ich habe jetzt eine Route gemalt und auf okay gedrückt dann habe ich etwas weiter gescrollt noch mal in den Markiermodus gewechselt und die Route weiter verlängert. Das klappt hervorragend. Aber was ist, wenn er die Route an eine falsche Strecke angeheftet hat die ich gar nicht wollte: kann ich einzelne Abschnitte wieder entfernen und nochmal malen, ohne die gesamte Route zu löschen?

  4. Ich habe mir das mal angeschaut. Ich bin viel im Ausland Offroad unterwegs. Kann man für den Preis vergessen. Kommt bei weitem nicht an Locus Maps ran und dafür habe ich mir sogar extra ein Android Tablet zugelegt.

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