Mitte April dieses Jahres wurde der neue Shark FlexBreeze Pro Mist-Ventilator vom Hersteller offiziell vorgestellt. Da ich selbst zwar in einer sehr schönen, aber sich im Sommer trotz guter Dämmung unerträglich aufheizender Dachgeschlosswohnung wohne, war ich gespannt, wie sich die Neuerscheinung auf dem Ventilator-Markt schlagen würde. Kurzerhand schickte mir Shark den FlexBreeze Pro Mist zu, so dass ich nun meine ersten Eindrücke mit euch teilen kann.
Der Shark FlexBreeze Pro Mist ist, so lässt es die Modellbezeichnung bereits andeuten, mit einem transportablen und abnehmbaren MistPro-Tank ausgestattet, um zusätzlich zum erzeugten Windhauch feinen Sprühnebel zu verteilen – ganz ohne zusätzlichen Schlauch oder Eimer. Der Hersteller gibt an, dass sich die Temperatur beim Einsatz von gekühltem Wasser um bis zu 6°C senken lässt.
Zu den weiteren Funktionen des Shark FlexBreeze Pro Mist gehört ein Stand- und Tischmodus, zwischen denen über einen simplen Knopfdruck gewechselt werden kann, bis zu 24 Stunden Laufzeit auf niedrigster Stufe im kabellosen Betrieb, sowie insgesamt fünf Geschwindigkeitsstufen inklusive einer 180°-Oszillation, 55° Neigungswinkel und zwei SmartBreeze-Modi mit einer Reichweite von bis zu 20 Metern. Dank seiner Wasserresistenz und UV-Beständigkeit kann der Shark FlexBreeze Pro Mist auch problemlos im Freien eingesetzt werden.
- FLEXIBLES SPRÜHEN IM FREIEN: Kein Schlauch, keine unansehnlichen Wassereimer – mit dem tragbaren MistPro Tank von Shark haben Sie Ihr Sprühsystem...
- LANGE LAUFZEIT: Mit bis zu 24* Stunden Laufzeit bei Stufe 1 (*ohne Oszillation oder Sprühen) können Sie den Ventilator entweder an die Steckdose...
Lieferung inklusive Fernbedienung, Schutzhülle und Werkzeug
Der FlexBreeze Pro Mist kommt auf ein Gesamtgewicht von 7 Kilogramm, ist 93 x 35 x 35 cm groß und wurde bei meinem Testexemplar in schwarzer Farbe inklusive eines 1,9 Meter langen Kabels ausgeliefert. Das große Paket enthält bereits alles, um den Ventilator in Gang zu bringen, dazu zählt auch ein großer Standfuß zur Nutzung im Standmodus, der vor der ersten Nutzung angeschraubt werden muss. Shark liefert hier entsprechendes Werkzeug, einen Sechskantschlüssel, mit.
Was ebenfalls aus ästhetischer Sicht erledigt werden muss, ehe man den Ventilator anwirft, ist das Entfernen von zig gelben Aufklebern, die der Hersteller an vielen Stellen des Geräts angebracht hat. So hat man zwar einige Tipps und Hilfestellungen direkt zur Hand, allerdings sehen die zahlreichen auffälligen Aufkleber auch nicht sonderlich hübsch aus. Zum Glück lassen sie sich problemlos und ohne Rückstände abziehen.
Im Lieferumfang des Shark FlexBreeze Pro Mist ist neben dem knapp zwei Meter langen Ladekabel und Netzteil auch eine kleine schwarze Fernbedienung samt Batterien sowie ein Schutzcover für den Ventilator-Kopf mit an Bord. Letzteres ist vor allem für die Winterzeit praktisch, wenn der Ventilator beispielsweise im Keller verstaut wird und so dann nicht verstaubt, oder auch für den Transport des Geräts.
Schneller Wechsel zwischen Tisch- und Standmodus
Im Anschluss hat man sich dann zu entscheiden, ob man den Ventilator mit oder ohne Wasseranschlus, also zusätzlichen Sprühnebel zur Abkühlung, oder auch im Tisch- oder Standmodus verwenden möchte. Shark macht die Wechsel leicht und ermöglicht es, den Ventilator-Kopf oben aus dem Ständer herauszunehmen, um dann vier Füße für den Tischmodus ausklappen zu können. Auch der optionale Sprühmodus kann durch simples Anbringen des Wassertanks am Ständer und Anschließen des Wasserschlauchs verwendet werden.
Sowohl am Ventilator selbst als auch auf der Fernbedienung finden sich die wichtigsten Bedienelemente für das Gerät. Auf der Oberseite des FlexBreeze Mist Pro gibt es insgesamt vier Buttons, mit denen der Ventilator ein- und ausgeschaltet, die fünf Geschwindigkeitsstufen, die Oszillationsweite in drei Stufen sowie die Sprühnebel-Funktion in drei Stufen einstellen lassen. Fünf grüne LEDs am oberen Rand des Geräts zeigen die jeweiligen Stufen an, erlöschen aber glücklicherweise nach einigen Sekunden. So stört das Licht nicht, wenn man den Ventilator beispielsweise nachts im Schlafzimmer nutzen möchte. Eine weitere kleine LED zeigt in drei Farben (Grün, Gelb, Rot) an, ob das Gerät gerade geladen wird, oder ob der integrierte Akku langsam nachlässt.
So schlägt sich der integrierte Akku
A propos Akku: Über den integrierten Akku des Shark FlexBreeze Pro Mist kann der Ventilator auch für einige Zeit autark und ohne Ladekabel bzw. Netzteil betrieben werden. Dazu hat man das Gerät zunächst aufzuladen, was rund 4-5 Stunden dauert. Im Anschluss kann das Ladekabel abgenommen werden und der Ventilator über den Akku betrieben werden. Hier war ich von der Akkulaufzeit etwas enttäuscht: Im mittleren Geschwindigkeitsmodus auf Stufe 3 von 5 mit geringer Oszillation auf Stufe 1 von 3 ohne Sprühnebel-Funktion hielt der Akku etwa vier Stunden – das reicht nicht einmal für eine ganze Nacht bei Nutzung im Schlafzimmer.
Der Hersteller gibt an, dass der Akku auf geringster Geschwindigkeitsstufe (1 von 5) bis zu 24 Stunden durchhalten soll. Das Problem: Die geringste Geschwindigkeit ist kaum zu merken und hätte gut und gerne vom Hersteller vernachlässigt werden können. Hier muss man schon auf 50 cm bis maximal einen Meter an den Ventilator herantreten, um überhaupt einen Windhauch spüren zu können. Stellt man den FlexBreeze Pro Mist also ans Bettende, um sich in heißen Sommernächten damit abzukühlen, merkt man auf Stufe 1 leider nichts. Für meine Zwecke hat sich Stufe 3 als angenehm und nicht zu störend herausgestellt, und mit einer Lautstärke von durchschnittlich 46 dB im laufenden Betrieb ist das leichte Summen auch des nächtens zu vernachlässigen.
Sprühnebel-Funktion: Bitte nicht in Innenräumen verwenden
Ein weiteres Kernfeature des FlexBreeze Pro Mist ist die integrierte Sprühnebel-Funktion, auf die ich persönlich schon sehr gespannt war. An beiden Seiten des Ventilator-Kopfes befinden sich zwei kleine Wasserdüsen aus Metall, die mit einem transparenten Wasserschlauch mit dem abnehmbaren Wassertank, von Shark als „MistPro-Tank“ bezeichnet, verbunden werden können. Sowohl auf der Fernbedienung als auch auf dem Gerät selbst kann man dann nach Einfüllen von Wasser in den Behälter die Sprühnebel-Funktion hinzuschalten. Eine kleine Pumpe pumpt das Wasser vom Tank in die Düsen und erzeugt einen feinen Sprühnebel, was hervorragend funktioniert.
Einen Einsatz der Sprühnebel-Funktion in Innenräumen würde ich allerdings auf keinen Fall empfehlen: Selbst bei geringer Sprühnebel-Stufe und höchster Geschwindigkeitsstufe des Ventilators verteilt sich der Nebel in weniger als einer Minute schnell auf dem Boden sowie Mobiliar im Einzugsbereich und durchnässt auch die Bekleidung, sofern man im Bereich des Sprühnebels sitzt oder steht. Ob der FlexBreeze Pro Mist durch den feuchten Nebel wirklich eine versprochene Kühlung von bis zu 6°C erreicht, kann ich nicht einschätzen, für eine zusätzliche Abkühlung und Erfrischung sorgt der feuchte Nebel aber auf jeden Fall, gerade, wenn man sehr kaltes Wasser in den Behälter füllt.
Leider tropfen die Düsen auch nach dem Abschalten des Sprühnebel-Modus noch etwas nach, und auch der Wasserschlauch-Adapter enthält noch Restwasser, das nach Abnehmen des Wasserbehälters fleißig vor sich hin tropft. Ebenso verhält es sich, wenn man den Sprühnebel-Modus verwendet, bei dem in Intervallen, und nicht durchgängig gesprüht wird: Schaltet sich der Sprühnebel-Modus kurz aus, tropfen große Restwasser-Tropfen aus den beiden Düsen auf die Ventilator-Basis. Kurzum: Für den Outdoor-Bereich auf Terrasse, Balkon oder im Garten ist die Sprühnebel-Funktion vielleicht bei heißen Temperaturen ein nettes Gimmick, für den Innenbereich sollte man davon jedoch dringend Abstand halten, wenn man sich nicht selbst und den ganzen Wohnbereich durchnässen möchte.
Leider keine Smart Home-Anbindung mit an Bord
Grundsätzlich liefert der Shark FlexBreeze Pro Mist als Stand- aber auch als Tischventilator eine gute und vor allem sehr leise Arbeit. Für einen aktuellen Kaufpreis von knapp 260 Euro hätte ich mir für dieses Modell jedoch auch noch eine App- oder Smart Home-Anbindung gewünscht, so dass sich das Gerät per iPhone oder Sprachbefehl steuern lässt. Mein bisher genutzter Standventilator von Xiaomi bietet beispielsweise diese Option.
Auf der Website von Shark steht die Neuerscheinung in den beiden Farben Schwarz und Weiß zum Preis von 279,99 Euro zur Bestellung bereit. Bei Amazon gibt es das Modell bereits etwas günstiger, dort wird gegenwärtig ein Preis von 259 Euro veranschlagt.







Ich kann als Alternative den Shark FlexBreeze HydroGo empfehlen. Deutlich kleinerer Tank, aber auch in Innenräumen verwendbar und dank Akku flexibel einsetzbar.
Wenn man auf der Terrasse davor sitzt, ist die Kühlung gut.
Der ProMist ist wirklich nur für draußen geeignet, hat dafür natürlich mehr Wumms.