Moodpath: 14-tägiges Screening zur Erkennung von Depressionen und BurnOut-Erkrankungen

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Mel 04. Januar 2018, 19:04 Uhr

Die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen nimmt glücklicherweise zu. Mit der App Moodpath kann man selbst das eigene Wohlbefinden einschätzen lassen.

App "Moodpath" zur Erkennung einer Depression

Moodpath (App Store-Link) ist eine kostenlos im App Store erhältliche iPhone-Anwendung, die zur Installation auf dem Smartphone neben iOS 10.3 oder neuer auch etwa 89 MB an freiem Speicherplatz einfordert. Alle Inhalte stehen in deutscher und englischer Sprache bereit. Zur Finanzierung bieten die Entwickler eine dreitägige kostenlose Testphase an, danach wird ein Abonnement fällig, das als Wochenkarte für 5,49 Euro oder auch als Monats- (9,99 Euro) bzw. Jahresabo (99,99 Euro) erworben werden kann.

Mit Moodpath kann die eigene psychische Gesundheit in einer Art Stimmungstagebuch verfolgt und ausgewertet werden. Auf diese Weise lässt sich über einen Screening-Zeitraum von 14 Tagen mit drei Frageblöcken pro Tag einiges über das aktuelle emotionale und körperliche Wohlbefinden erfahren sowie erste Hilfestellungen und Anregungen bekommen, um eventuelle Symptome einer Depression oder eines BurnOuts zu bewältigen.

Mittels täglichen Fragen zur Stimmung kann der Nutzer von Moodpath so ein Stimmungsbild erstellen, das nach der 14-tägigen Erfassungsphase detailliert ausgewertet, eingeschätzt und sogar als Arztbrief weitergegeben werden kann. Bereits nach kurzer Zeit kann auch die eigene Entwicklung verfolgt und in Statistiken eingesehen werden, zudem gibt es aktuelle Stimmungstendenzen, beispielsweise bei Hinweisen auf eine depressive Episode. Auf diese Weise können Laien nicht nur ihre psychische Gesundheit besser einschätzen lernen, sondern Moodpath unter anderem auch als Tagebuch zur Begleitung einer Psychotherapie nutzen.

Über 150 Übungen und Videos zu psychologischen Themen

Abgerundet wird die App von zahlreichen interaktiven Möglichkeiten, mehr über psychologische Vorgänge zu erfahren und die Auslöser eigener Stimmungen zu verstehen. Dazu gibt es im Bereich „Mein Plan“ unter „Mehr Übungen“ eine ganze Sammlung von Informationen, inklusive mehr als 150 Übungen und Videos zu Themen wie „Schlaf verbessern“, „Emotionen verstehen“, „Achtsamkeit entdecken“ oder „Grübeln reduzieren“.

Beachten sollte man, dass dem Nutzer die Inhalte der App zwar ohne jegliche Anmeldung oder Erstellung eines User-Accounts zur Verfügung stehen, dies allerdings auch nur im Rahmen der ersten drei kostenlosen Testtage, oder nach Abschluss einer kostenpflichtigen Wochenkarte bzw. eines Abonnements. Die Entwickler betonen zudem auf ihrer Website, dass ihre in „Deutschland führende Depressions-App“ ein CE-zertifiziertes Medizinprodukt ist und „höchste Datenschutzanforderungen“ erfüllt - letzteres mittels modernster Verschlüsselungstechnologien und durch Einhaltung strengster Datenschutzgesetze.

Moodpath: Depression & Burnout
Moodpath: Depression & Burnout
Entwickler: MoodPath UG
Preis: Kostenlos+

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Kommentare17 Antworten

  1. Wolf13 sagt:

    Bei diesen Preisen wird man krank.

  2. supermaiskolben sagt:

    Das bild hat wohl den post gesprengt. Bei mir aufm iPhone 6 muss ich seitwärts scrollen um den Artikel vollständig lesen zu können

  3. Primus09 sagt:

    Kann ich auf dem iPad bestätigen, das Bild passt sich nicht dynamisch ein.

  4. MauCreek sagt:

    Mal aus der reihe tanzend:
    „Die Akzeptanz von psychischen Erkrankungen nimmt glücklicherweise zu“…

    Das „glücklicherweise“ in diesem Satz kann ich wirklich nicht nachvollziehen.
    Wo bitte ist jemand dauerhaft krank oder muss verrentet werden, wenn er ein sogenanntes „Burnout“ hat? Er hat einen nervenzusammenruch und soll mal kurz zur ruhe komen. Fertig.
    Wo ist jemand depressiv und damit krank? Der hat miese laune und steckt andere an. Und wenn er dauerhaft so drauf ist, soll er sich erstmal selbst finden, als der krankenkasse it seiner miesen laune auf der tasche zu liegen!
    Wo ist jemand krank, wenn er alkoholiker ist? Soll er doch saufen und sich selbst ins grab bringen! Und warum müssen alle dafür bezahlen, weil er sich selbst krank macht?
    Demnächst ist die sucht rauchen auch ein fall von „krank“.

    Ich kann diese neuen krankheiten, denn es gab sie früher nicht, weil der „normale“ mensch gesagt hat: „sieh zu wie du klar kommst!“, ….und er sah zu.

    • KaM! sagt:

      Du hast ja mal überhaupt keine Ahnung dein denken ist zurückgeblieben und altmodisch

    • elimes sagt:

      Ich finde alleinig deine Überlegungen egoistisch und „krank“

    • Bernd M. sagt:

      Bravo, es gibt echt noch Leute die haargenau das gleiche denken wie ich auch. Ne App um die eigene Depression herauszufinden… man muss schon echt gehörig daneben sein auf so einen Mist zu setzen. Leute, lernt etwas, sucht Euch nen Job und ihr habt keine Zeit für die Erkrankungen der Neuzeit für die die Beitragszahler mächtig blechen sollen. Lieber unterstütze ich ne Trümmerfrau die Deutschland mit aufgeräumt hat als diese ganzen neumodisch Kranken die zu hohen Prozentzahlen nur zu faul zum malochen sind.

      • NoMan sagt:

        Genau das war auch mein Gedanke. Hat man keinen Bock mehr zu arbeiten, fragt man Dr. Google was man machen kann. Der wird dir dann zeigen wie mein aus Faulheit in kurzer Zeit eine glaubhafte Depression zaubert. Ich kenne jemanden, der genau so vorgeht und seit fast drei Jahren die Nummer mit Erfolg durchzieht.

        Kennt ihr noch die Plastikarten mit dem Feld für einen Daumenabdruck, der je nach Körpertemperatur den Gemütszustand anzeigt? Mehr leistet die App auch nicht. Sie wird jene, die so oder so schon jeden Mist glauben, ein gutes Werzeug sein.

    • WePe sagt:

      @MauCreek: Du musst das noch viel radikaler sehen:
      Schon die Entwicklung eines Großhirns war doch neumodischer Scheiß!
      Dass es auch ohne geht, zeigt z.B. die Qualle.
      Und du.

  5. mimo sagt:

    Bei einer Abo App bekomme ich immer Depressionen. Lasse es deshalb lieber.

    • Bernd M. sagt:

      isso….. bevor man Burnout hat muss erstmal Burn on gewesen sein. Sicher gibt es Menschen die das haben, aber mir stellt sich immer die Frage wie unsere Großeltern mit 6 Kindern, ohne Waschmaschine, Trockner, Geschirrspüler usw…… das alles geschafft haben. Ach ja, ne App hatten die auch nicht…am Wochenende mal einen gesoffen und dann weitergearbeitet.

  6. natreen sagt:

    Man ist ja versucht, zu wünschen, gewissen empatbiebefreiten Menschen eine schwere Depression bis hin zum versuchten Suizidversuch am eigene Leibe spüren zu lassen. Und dann einfach mit einem „Stell Dich nicht so an!“ vorbeizugehen.

    • EiDi sagt:

      Nicht aufregen! Das sind doch nur Menschen (?) die ihre Weltanschauung durch den Boden einer Bierflasche erlangt haben und statt den Nachrichten lieber die PlayStation anschalten!

      • Ex-und-hop sagt:

        Oder sind es Menschen, die nicht jeden Mist glauben was auf dem Smartphone als App zu haben ist. Ich glaube nicht, dass eine App jemanden mit einer Depri hilfreich ist und schon gar nicht wenn da noch ein Abo dran hängt. Es gibt (oder gab) auch magische Steine als App. Die waren teils heftig teuer und es gab genug Spinner die sich die App kauften und auch an den Zauber glaubten. Also bitte.

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