Passwortmanager bei Stiftung Warentest: Eine Empfehlung ist sogar komplett gratis

Elf Programme auf dem Prüfstand

Wer im Internet unterwegs ist, benötigt Passwörter. Nahezu jeder Dienst, Website oder Shopping-Anbieter, aber auch viele mobile Apps fordern einen eigenen Account und damit verbundene Passwörter. Sich all diese zu merken, ist beileibe nicht einfach, vor allem, wenn es nicht nur das ewig gleiche „123456789“ sein soll. Auch wir haben in der Vergangenheit schon so einige Passwortmanager für iOS und macOS vorgestellt, die eben solche Logins, Passwörter, Kredit- und Kundenkartendetails, Server-Infos und weiteres zusammenfassen und mit einem übergeordneten Master-Passwort vor fremdem Zugriff schützen. 

Auch das Verbrauchermagazin Stiftung Warentest hat nun einige dieser Passwortmanager genauer unter die Lupe genommen und diese hinsichtlich Sicherheit, Handhabung, Funktionsumfang, Basisschutz persönlicher Daten und Mängeln in den Nutzungsbedingungen bzw. AGB bewertet. Insgesamt kamen elf Anwendungen auf den Prüfstand, zudem gab es getrennt davon drei weitere Passwortmanager, die in die Browser Safari, Google Chrome und Mozilla integriert waren.


Auch Apple schneidet mit Safari gut ab

Als Testsieger kristallisierte sich nach diesen Testkriterien das Programm Keeper Security heraus, das sich im Jahresabo zum Preis von 30 Euro nutzen lässt, aber auch mit kostenlosen Basisfunktionen daher kommt. Generell gilt sowieso, dass sich viele der bei Stiftung Warentest vorgestellten Passwort-Anwendungen mit ihren Basis-Features gratis verwenden lassen, und dann für einen erweiterten Umfang gezahlt werden muss. Auf Platz 2 der Ergebnisliste liegt 1Password von Agile Bits (38 Euro/Jahr), gefolgt vom komplett kostenlosen KeePass, das vor allem in Punkto Datenschutz auftrumpfen konnte. Allerdings wurde die Handhabung von KeePass lediglich mit „befriedigend“ eingestuft – hier sollte man laut Stiftung Warentest schon „solides Technikwissen“ mitbringen.

Erfreulicherweise landet auch Apple mit dem in Safari integrierten Passwortmanager, der über den iCloud-Schlüsselbund realisiert wird, auf dem ersten Platz unter den drei browserbasierten Diensten. Die Sicherheitsfunktionen wurden hier mit Note 1,3 bewertet, die Handhabung mit gut (1,9), und der Funktionsumfang mit ausreichend (3,8). Nahezu gleichauf war der Passwortmanager von Google Chrome, Mozillas Firefox hingegen zeigte deutlich schlechtere Noten. 

Der gesamte achtseitige Testbericht findet sich auf der Website von Stiftung Warentest und kann dort zum Kaufpreis von 2 Euro als PDF-Datei heruntergeladen werden. Welcher Passwortmanager kommt bei euch zum Einsatz?

Kommentare 21 Antworten

        1. sie sind darauf rumgeritten, dass das Masterpasswort nicht durch einen zus. Faktor abgesichert wird (2FA), was zur Abwertung führt.
          Ausserdem „sehr deutliche“ Mängel in den AGB, die haben aber alle (mit einer Ausnahme).

      1. Interessant wäre zu wissen wie die Speicherung der Tresore gewertet wurde. Das ist inzwischen bei 1Password ja sehr eingeschränkt und war neben dem Abo auch ein Grund wieso ich damals zu Enpass gewechselt bin.

  1. Habe lange Enpass genutzt (auch Lizenzen gekauft), dann aber nach dem Sie auf das Abo-Modell umgestiegen zu Bitwarden gewechselt.

    Einer der gründe war die Unsicherheit wie es bei Enpass weiter geht. Zweites Hauptkriterium war die schlechte PC Version von Enpass, Version 6 war nun schon einige Zeit draußen, aber die App hatte immer noch extreme Skalierungsprobleme und sah an vielen stellen einfach nicht schön aus.

    Nach ein wenig rum testen von alternativen bin ich am Ende bei Bitwarden gelandet. OpenSource und Kostenlos nutzbar, wenn man 10€ im Jahr Investiert hat man noch einige zusätzliche Funktionen. Für alle Geräte/Browser Verfügbar und die Apps sehen nicht wunderschön, aber solide aus.

    Dann gibt es zusätzlich zu den Desktop bzw. Browsererweiterungen noch eine Webversion.

      1. Es gibt einige Apps, die mit den kdbx (?) Dateien umgehen können.
        MiniKeePass und KeePassium wären da zu nennen. Letzteres arbeitet auch gut mit privat gehosteten Tresoren um

      2. Ich nutze MiniKeePass auf iPhone und iPad, auf meinem WIN-Rechner den regulären KeePass-Client.
        Datenbank wird auf einem NAS gespeichert und alle Änderungen syncen sich auf alle Geräte.
        Anfangs gewöhnungsbedürftig, aber jetzt will ich gar nicht mehr umsteigen.

  2. Ich nutze iPIN sowohl mobil als auch am Mac. Und das schon seit Jahren! Ich bin damit sehr zufrieden. Auch der Support ist Klasse, sollte es zu Fragen kommen!
    Das Preis/Leistungsverhältnis ist super da Premium App und nach wie vor auf Abo verzichtet wird!

  3. Gibt es eigentlich einen Passwort Manager neben Enpass der den Sync über WebDav kann?
    Das ist für mich persönlich leider oft das K.O. Kriterium…

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