Vorschau auf die WWDC: Das könnte Apple auf der Keynote am Montag zeigen

Noch 48 Stunden, dann steht die nächste Apple-Präsentation auf dem Programm. Aber was werden die Frauen und Männer aus Cupertino auf ihrer Entwickler-Konferenz präsentieren?

WWDC 2016 Banner

Zunächst einmal müssen wir euch den Wind aus den Segeln nehmen. Die WWDC steht nicht umsonst für Worldwide Developers Conference: Im Mittelpunkt wird am Montag also Software stehen, nicht die Hardware. Dennoch ist es nicht ganz ausgeschlossen, dass Apple neue Produkte präsentiert, diese werden wohl aber wenn überhaupt nur eine kleine Rolle spielen. Ein neues iPhone? Nahezu ausgeschlossen. Zu große Hoffnungen solltet ihr euch in dieser Beziehung aber nicht machen. Wenn wir Glück haben, springt immerhin ein neues MacBook heraus. Aber auch sonst wird Apple einiges zu zeigen haben.

So könnte das neue iOS 10 aussehen

Ganz sicher werden wir einen ersten Eindruck von iOS 10 bekommen, dem neuen Betriebssystem für iPhone und iPad. Bislang sind allerdings kaum Details bekannt, Apple scheint seine Geheimnisse dieses Mal gut unter Kontrolle zu haben. Die Gerüchteküche rätselt, ob die sehr dunkel gestaltete Einladung zur WWDC möglicherweise ein Indiz für einen Dark-Mode von iOS 10 ist – aber wie ihr seht, ist das alles schon sehr spekulativ.

Wahrscheinlicher ist da schon die Vermutung, dass Apple Siri aufmotzen wird. Es ist von einem Siri SDK die Rede, das Entwicklern erstmals die Möglichkeit geben soll, der Sprachassistentin Zugriff auf die Daten innerhalb von Apps zu geben, damit sie damit interagieren kann.

Ebenfalls auf Apples Liste dürfte eine Überarbeitung von Apple Music stehen. Immerhin ist der Streaming-Dienst für Musik nun knapp ein Jahr auf dem Markt und seit dem Start von iOS 9 hat sich in Sachen Nutzerfreundlichkeit nichts getan. Ich persönliche finde Spotify immer noch deutlich übersichtlicher und wäre gespannt, wie Apple seine Musik-App weiter verbessert.

Änderungen wird es, wie bereits vor einigen Tagen von Apple-Manager Phil Schiller angekündigt, auch in Sachen App Store geben: Werbeanzeigen in den Suchergebnissen und neue Abo-Optionen für Entwickler. Ebenfalls auf Apples Todo-Liste stehen dürfte eine Funktion, mit der man ungewünschte System-Apps, wie beispielsweise die Aktien- oder Watch-Anwendung, dauerhaft vom iPhone oder iPad entfernen kann.

Das könnte sich in Mac OS X ändern

Wird das neue Betriebssystem für den Mac tatsächlich Mac OS X oder doch eher macOS heißen? Das dürfte wohl nur eine Frage am Rande sein, denn deutlich interessanter sind die neuen Funktionen. So wird bereits seit einiger Zeit spekuliert, ob Apple nicht etwas Siri auch auf den Mac bringt. Aus rein technischer Sicht dürfte das kein großes Problem sein – aber wie wird sich Siri in der Praxis schlagen?

Ein weiteres Detail können Apple Pay sein, das bisher ja nur unter iOS verfügbar ist. Der Bezahldienst könnte auf dem Mac in Safari integriert werden, wobei die Autorisierung über Touch ID auf dem iPhone erfolgt. Solange Apple Pay in Deutschland noch gar nicht aktiv ist, ist diese Neuerungen für uns aber nicht wirklich interessant. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer: Zumindest in der Schweiz soll Apple Pay in Kürze starten.

Und was sonst noch kommen könnte…

Auch Apple Watch und Apple TV dürften mehr oder weniger große Aktualisierungen erhalten, echte Details sind hier bisher aber noch nicht durchgesickert.

Vor wenigen Tagen gab es die Meldung, dass Apple einen Start von iMessage auf Android starten würde. Falls das nicht einfach nur aus der Luft gegriffen ist, könnte erstmals echte Konkurrenz für Facebook und WhatsApp entstehen.

Ebenfalls auf Apples Todo-Liste steht ein externes Display, das mit den neuen MacBooks und USB-C kompatibel ist. Das bisherige Thunderbolt Display wurde seit Jahren nicht mehr aktualisiert.

So könnt ihr die Keynote verfolgen

Apple wird auf seiner Webseite einen Live-Stream der Keynote anbieten, der auch auf dem Apple TV gestartet werden kann. Wer keine Chance hat, das Video anzusehen, wird am Montag ab 18:30 einen Live-Ticker des Events bei uns in der App und auf unserer Webseite finden.

Kommentare 36 Antworten

  1. Vielleicht ist es auch einfach nur so,dass es keine revolutionären Software-/OS-Wntwicklungen gibt und somit auch keine „Geheimnisse“ verraten werden können…(soll jetzt nicht negativ gemeint sein)

  2. Warum geht der Autor eigentlich davon aus, dass iMessage Konkurrenzfähig zu WhatsApp und Messenger ist? Ich gehe mal davon aus, dass das Problem der Alternativen nicht die Bedienbarkeit oder die Bekanntheit des Entwickler ist, sondern die Bequemlichkeit des Kunden. Es gibt als Android-Nutzer keinen neuen Grund auf iMessage umzusteigen, oder sehe ich das falsch?

        1. Vielleicht weil sie mit iOS-Nutzer schreiben wollen, die aus gutem Grund verweigern WhatsApp zu nutzen? iMessage aktivieren in der Regel alle iOS-Nutzer _und_ sie sind dadurch auch auf iPads erreichbar.
          => Also ich denke wie du, dass sich vermutlich eher Bequemlichkeit durchsetzt. Dies wäre hier der Fall.

          Etwas Vergleichbares im System Android integriert und mit immer vorhandener Verschlüsselung gibt es doch nicht, oder? Das kommende Allo wird nicht durchgängig verschlüsselt.
          Dies merkte auch Snowden an, als ein Google-Mitarbeiter auf seinem Blog die Beschwerde wieder entfernte, dass Google keine immer vorhandene Verschlüsselung will: https://twitter.com/Snowden/status/733698529697386497

          Was mit dem XMPP-ähnlichem Dienst Google Talk ist, weiß ich nicht und habe ich unter Android nie genutzt seit Android 2.0.0 (Motorola Milestone – Droid in USA), obwohl es dies vor Android gab.

          Und WhatsApp ist auch nicht immer verschlüsselt (aus Kompatibilitätsgründen nicht verschlüsselt mit gewissen Geräten, damit es mit z.B. Clients of Symbian Telefonen von Nokia oder anderen Geräten sprechen kann).

          1. Wie ich bereits geschrieben habe. Es gibt/gab auf dem Markt ausreichend Messaging-Dienste, die alles bieten/geboten haben, was iMessage jetzt bietet. Keiner dieser Dienste hat sich annähernd etabliert. Der Markt für einen Messaging Dienst neben WhatsApp und Messenger von facebook ist also höchstens eine Niesche. Ich streite nicht ab, dass es Menschen geben wird, die genau solche Funktionen und Sicherheiten haben möchten, aber das war auch gar nicht meine Aussage. Ich habe jediglich gefragt, warum der Autor im Text davon ausgeht bzw. es so wirken lässt, das iMessage für Android den Markt verändert. Das bezweifle ich.

          2. Genau darauf hatte ich hingewiesen, dass iMessage bei iOS-Nutzern schon vorinstalliert und meist aktiviert wird. Und es funktioniert auf allen iOS-Geräten oder Macs. Diese Nutzer haben evtl. nichts anderes installiert, aber Android-Nutzer wollen sie evtl. kontaktieren. Und ich denke, dass ein Android-Nutzer per iMessage auch einen anderen iOS-Nutzer kontaktieren kann. Vermutlich ist iMessage auf Android dann immer von Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Das wird Allo von Google nicht können, was noch nicht einmal für Android selbst vorhanden ist. Deshalb sehe ich nach deinem Argument Bequemlichkeit und als Erster im Markt, was schon in einem OS vorinstalliert ist, deshalb gute Chancen, dass es sich durchsetzt.
            Dass die Apple-affine Seite natürlich davon ausgeht, dass es sich auf jeden Fall durchsetzen wird, sollte doch nicht so echauffierend sein.

          3. Übrigens: Ich halte es für keine Nische (ohne E!). WhatsApp habe ich aus Kompatibilitätsgründen installiert. Aber Facebook und Facebook Messenger nutze ich überhaupt nicht. Ich sehe einige, die Facebook nutzen, aber keinen Messenger eingerichtet haben. Es ist also durchaus etwas Platz. Ich bevorzuge Threema und Signal, weil es die einzigen potentiell sichersten Clients sind, wenn man davon absieht, dass das OS selbst infiziert sein könnte (was bei iOS eher unwahrscheinlich ist).

      1. Dies ist bei mir noch nie vorgekommen (außer ich hatte kein Internet).

        Benutzt du ein E-Netz (O2 oder E+)? Weil die mobile Internetverbindung in meiner Region dort sehr unzuverlässig ist. Stattdessen in Köln und vermutlich in anderen Orten soll es gut sein. Seit ich FYVE probiert hatte, wusste ich, dass ich nicht mehr weg vom D-Netz möchte, weil ich dadurch erst praktisch erfahren habe, zuverlässige Mobilfunknetze sind möglich.

    1. Wenn iMessage WhatApp kann fliegt WA bei mir direkt runter. Nutze das eh nur noch für einige ganz wenige, wichtige Kontakte. Bei anderen antworte ich nicht. Für die gibt’s Telegram oder SMS.

      1. Mit Telegram wäre ich vorsichtig. Bei einem Wechsel von einem iPhone zum anderen ging Telegram problemlos weiter. Und genau das ist das Problem. Anscheinend wird der private Schlüssel im Backup gesichert. Wenn man auch noch iCloud-Backup nutzt, haben US-Behörden Zugriff auf deinen privaten Schlüssel. => Die sichersten Clients sind momentan Signal und Threema. Bei Threema ist das Problem, dass es nicht OpenSource ist, aber dafür hat es das Potential Metadaten zu verstecken.

        1. Zugriff haben Sie wenn überhaupt nur auf richterliche Anordnung, welcher sich Apple üblicherweise widersetzt. Automatisch, wie bei Google & Co. haben die US Behörden gar nichts von Apple. Zudem arbeitet Apple daran auch diese „Lücke“ zu schließen. Lücke in Anführungszeichen, weil es keine ist, denn Apple hat den Schlüsse und gibt ihn nicht weiter. Threema hat eine Verbreitung, da hab ich mehr Dreck unterm kleinen Zehnagel. WA nutze ich für einen Kontakt in SIN, der sich immer noch hartnäckig weigert Telegram zu nutzen.

    1. iOS 10 braucht:
      – Widgets oder skalierbare Homescreen Logos
      – 3D Touch besser integriert
      – Nachrichten Center besser integriert (bisher ruf ich es nie auf)
      – Sperrbildschirm mit mehr Informationen belegen

  3. Ich fände es richtig klasse, wenn man endlich mal Apple-Apps wie iMessage, Fotos und co. per Touch-ID sperren kann, nachdem dies mit Notizen (mehr oder weniger intuitiv) schon lösbar ist.

  4. Für die, die behaupten, Microsoft ist ein Wunderkind geworden und Apple leistet sich angeblich nur noch schwere Fehler:
    https://arstechnica.com/information-technology/2016/06/microsofts-windows-10-push-is-effective-damaging-desirable-and-deceptive/
    (ja, ist zwar auf Englisch, aber englische News verlangen oft keinen immensen Sprachschatz und ist oft die einzige Sprache mit den aktuellsten oder interessantesten Berichten bezüglich IT – und alles für jeden verständlich zu übersetzen, falls meine Übersetzungskünste ausreichen, & auf eine Seite öffentlich aufrufbar zu setzen, wäre zu zeitintensiv)

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