Apples AR-/VR-Headset: 1,41-Zoll-Displaydiagonale und 5.000+ nits Helligkeit für HDR

Neue Spezifikationen von Ross Young

Mit ziemlicher Sicherheit wird Apple nächste Woche auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) ein neues AR-/VR-Headset vorstellen. Gerüchten zufolge soll die Neuerscheinung über 4K-Mikro-OLED-Displays mit einer Gesamtauflösung von 8K verfügen. Der renommierte Display-Analyst Ross Young hat gestern einige zusätzliche Spezifikationen veröffentlicht, die einen Einblick in die Funktionsweise des Headsets geben. So berichtet MacRumors.

Mit rund 5.000 nits Helligkeit oder mehr würde das Apple-AR/VR-Headset HDR oder Inhalte mit hohem Dynamikbereich unterstützen, was für die aktuellen VR-Headsets auf dem Markt nicht typisch ist. Das Meta Quest 2 zum Beispiel hat eine maximale Helligkeit von 100 nits und bietet kein HDR, und die Microsoft HoloLens 2 bietet 500 nits Helligkeit. Das PSVR 2-Headset von Sony hat eine Helligkeit von 265 nits und verfügt über eine angekündigte HDR-Funktion, wenn es an einen HDR-Bildschirm angeschlossen ist.


Laut Young beziehen sich die 5.000 nits wahrscheinlich auf die Spitzenhelligkeit. Dies bedeutet, dass es den User nicht blendet, sondern stattdessen einen besseren Kontrast, hellere Farben und bessere Glanzlichter als andere heute erhältliche Headsets bietet. Bei SDR-Displays ist die Spitzenhelligkeit oft ein Hinweis darauf, wie gut ein Display in Räumen mit heller Beleuchtung funktioniert, da sie der maximalen Helligkeit entspricht. Zum Vergleich: High-End-Fernseher bieten etwa 2.000 bis 5.000 nits.

5.000 nits Helligkeit sind in der Branche bisher unerreicht

Zwar zeigte Meta-CEO Mark Zuckerberg 2022 den Prototyp eines „Starbursts“-VR-Headsets, das eine Helligkeit von 20.000 nits erreichen soll. Das Gerät allerdings war riesig und nicht am Kopf tragbar. Die Technologie dahinter konnte Meta bisher nicht umsetzen. Wenn Apple die angestrebte Helligkeit von 5.000+ nits erreicht, wird das neue Headset ein Display-Erlebnis bieten, das sich stark von der bisherigen Konkurrenz absetzt und die Messlatte für zukünftige AR-Brillen höher legen.

Augmented-Reality-Headsets benötigen eine hohe Helligkeit, um das Licht der Sonne und anderer Lichtquellen abzuschwächen. Bei niedrigeren Helligkeitsstufen können die AR-Inhalte, die die reale Welt überlagern, verwaschen werden. Das Magic Leap 2, eines der bekannteren Augmented-Reality-Headsets, bietet eine Helligkeit von 20 nits bis 2000 nits.

Die 8K-Auflösung, die das AR-/VR-Headset von Apple bieten soll, wird den Headsets von Meta und anderen Unternehmen, einschließlich Metas Spitzenmodell Quest Pro 2, überlegen sein. Das Quest Pro 2 hat eine Auflösung von 1.800 x 1.920 Pixel pro Auge und etwa 1.200 Pixel pro Zoll, da Meta eine LCD-Display-Technologie verwendet.

Die High-End-Displays, die Apple für das AR-/VR-Headset entwickelt hat, sind Gerüchten zufolge die teuerste Komponente und ein Hauptfaktor für den erwarteten Preis von ca. 3.000 US-Dollar. Mit 3.000 Dollar wird Apples AR-/VR-Headset eines der teureren Virtual-Reality-Headsets auf dem Markt sein, obwohl es preislich mit AR-basierten Produkten wie dem Magic Leap 2 und der HoloLens 2 konkurrieren wird.

Fotos: Ian Zelbo/Antonio de Rosa.

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Kommentare 10 Antworten

  1. Ich würde gerne den Anwendungsbereich kennenlernen? Wobei kann mir das Ding behilflich sein? Ist das Ding zum zocken? Aber bei den schlechten Games im App Store ist das doch Müll…

    1. Bei den Preisen, die Apple für Version 1 plant, könnte ich mir vorstellen, dass sie sich erstmal nur an professionelle Kundschaft richtet. zB im CAD Bereich.

  2. Hoffentlich gibt es auch eine Hermes Edition.

    Während andere schon hin und zurück gegangen sind kommt Apple erst damit.

    Bleibt abzuwarten wie sich das weiterentwickelt. 🙂

    1. Es wird eine Hermes Aufbewahrungsmöglichkeit geben, die teurer sein wird, als die Brille. Das muss für den Anfang reichen.

    1. Ich glaube es geht eher darum die Spitzenhelligkeit einzelner Pixel zu verdeutlichen. Anwendungsbeispiel ist zB ein Sternenhimmel: alles Dunkel, aber einige Pixel hell. Aber da sie eben nicht im Verbund leuchten, ist eine hohe Spitzenhelligkeit wichtig. Ich denke, dass Software dafür sorgt, dass, wenn zB größere helle Bereiche existieren, dass dann die Helligkeit zurückgefahren wird. Machen Fernseher auch so.

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