Financial Review-Interview: Tim Cook spricht über Datenschutz und Morgenroutine

Ausführliches Gespräch zum Jubiläum des Magazins

Das australische Finanzmagazin Financial Review feiert in diesem Jahr sein 70. Jubiläum. Im Zuge dessen hat man nun im Juli ein ausführliches Interview mit Apple-CEO Tim Cook geführt und in der aktuellen Ausgabe veröffentlicht. In dieser spricht Cook unter anderem über Datenschutz und Privatsphäre, die Wichtigkeit von User-Vertrauen, App Store-Regularien, seine Morgenroutine und vieles mehr.

Tim Cook berichtet unter anderem, dass er ein Frühaufsteher sei und häufig bereits um 4 Uhr morgens am Schreibtisch sitze, und E-Mails von Kunden und Kundinnen zu lesen. Cook schätzt, dass er jeden Tag Hunderte solcher Nachrichten durchliest. „Ich kann sie nicht alle lesen, nein. Das würde ich auch nicht zugeben. Aber ich lese außerordentlich viele von ihnen. So bin ich immer am Puls dessen, was die Kunden fühlen, denken und tun.“


Auch hinter seiner Morgenroutine, die außerordentlich früh beginnt, steckt Methode.

„Ich mache das, weil ich den Morgen besser kontrollieren kann als den Abend und den ganzen Tag. Im Laufe des Tages passieren Dinge, die einen irgendwie aus der Bahn werfen. Der Morgen gehört dir. Oder sollte ich sagen, der frühe Morgen gehört dir.“

Natürlich wurde auch über Technik und Technologie gesprochen, unter anderem über Apples Ansätze, Künstliche Intelligenz und Augmented Reality weiter voranzutreiben. Tim Cook bekennt sich, ein großer AR-Fan zu sein. „Ich bin ein großer Befürworter von Augmented Reality. Sie kann unsere Gespräche bereichern, das Lernen verbessern und den Wert der Technologie für die Menschen wirklich steigern, ohne dass sie die reale Welt einschließt oder ausschließt.“

Fast schon philosophisch wurde das Interview, als es um Möglichkeiten von Technologie ging, dem Leben von Menschen zu schaden, eher als nützlich zu sein. Cook erklärte, dass er glaube, dass der Einfluss von Technologie auf die Gesellschaft nicht in der Technologie selbst begründet sei, sondern über die Art und Weise, von wem sie geschaffen und wie sie genutzt werde.

„Technologie will nicht gut sein. Sie will nicht schlecht sein, sie ist neutral. Es liegt also in den Händen des Erfinders und des Nutzers, ob sie zum Guten eingesetzt wird oder nicht. Und das hängt von der Kreativität ab. Es hängt von der Empathie ab. Es hängt von der Leidenschaft der Menschen ab, die hinter der Technologie stehen. Wenn wir bei Apple etwas herstellen, stellen wir sicher, dass wir sehr viel Zeit damit verbringen, sorgfältig darüber nachzudenken, wie es verwendet werden soll.“

Und natürlich ließ es sich die Financial Review auch nicht nehmen, noch einmal einen Finger in Apples große Wunde, der Kritik am App Store durch Epic Games und Co., zu legen. Die Forderung Epics, den Download von Apps außerhalb des App Stores zu ermöglichen, sieht Tim Cook als „Hintertür“.

„Das ist die Realität. Wenn man Hintertüren in ein System einbaut, kann jeder eine Hintertür benutzen. Man muss also sicherstellen, dass das System selbst robust und widerstandsfähig ist, sonst sieht man, was in der Welt der Sicherheit passiert. Jeden Tag liest man von einem Einbruch oder von Ransomware.“

Auch Themen wie die Kindheit Tim Cooks, der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs und mehr finden sich im umfangreichen Interview des Apple-CEOs mit Financial Review. Cook wird darüber hinaus auch auf der „Platinum 70“-Ausgabe des Magazins vom 20. August 2021 gezeigt. Das gesamte Interview kann hier in englischer Sprache (mit Bezahlschranke) nachgelesen werden.

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Kommentare 2 Antworten

  1. Heia, die Headline hat mich mal wieder voll verwirrt. „Tim Cook spricht über Datenschutz und Morgenroutine“. Also meine „Morgenroutine“ sieht wahrscheinlich so aus, wie bei zig anderen … von der will aber niemand etwas wissen. Wenn mir jetzt einer etwas über die Morgenroutine eines Tim Cook erzählen will, … Hundewelpen, Hundewelpen, Hundewelpen.

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