Home Office bei Apple: Präsenzpflicht verschoben & Brief an Tim Cook

Angestellte mit neuen Forderungen

Im Hause Apple herrscht Präsenzpflicht – bisher zumindest. Das Unternehmen aus Cupertino ist ein großer Verfechter von Anwesenheit vor Ort, um entsprechende Innovationen vorantreiben zu können. Auch Apple-CEO Tim Cook äußerte sich in dieser Hinsicht wiederholt und verlangte von den eigenen Angestellten, ab September dieses Jahres an mindestens drei Tagen pro Woche wieder am Apple Campus zu erscheinen.

Schon bei der Ankündigung der Rückkehr zur Präsenzarbeit am Apple Campus waren einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht sonderlich erfreut: Ihnen gingen diese Eingeständnisse seitens der Führungsriege nicht weit genug. Ein interner Brief machte seinerzeit die Runde, der von rund 80 Apple-Angestellten verfasst wurde und Verbesserungen seitens der Home Office-Option einforderte.


Nun kommt erneut Bewegung in die Angelegenheit: Wie Bloomberg berichtet, hat Apple die Rückkehr in die Büros um mindestens einen Monat nach hinten verschoben. Frühestens im Oktober 2021 sollen die Angestellten nun zum Apple Campus zurückkehren. Begründet wird dies mit steigenden COVID-19-Zahlen aufgrund neuer Virusvarianten. „Apple wird seine Mitarbeiter mindestens einen Monat vorher informieren, bevor es eine Rückkehr ins Büro anordnet“, so Bloomberg.

Angestellte fordern maximal ein Jahr Heimarbeit

Nichtsdestotrotz ist die Angelegenheit offenbar für einige Apple-Angestellte noch immer nicht vom Tisch. Wie Recode berichtet, versuchen einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach wie vor, Veränderungen hinsichtlich des Home Offices herbeizuführen. Ein neuer interner Brief, der an Tim Cook und andere Führungskräfte wie Deirdre O’Brien adressiert war, gelangte an die Öffentlichkeit.

Im Brief, der in voller Länge bei Recode eingesehen werden kann, fordern die Angestellten im Wesentlichen die Anpassung der Programme namens Flexible Work Arrangement (FWA) und Temporary Remote Work Arrangement (TRWA), das es den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, die dies möchten, ermöglicht, ab 2021 bis zu einem Jahr von zuhause aus zu arbeiten. Sie möchten eine Anpassung des Ausgleichs von Lebenshaltungskosten und eine Zustimmung von Vorgesetzten, um an fünf Tagen der Arbeitswoche im Home Office arbeiten zu können, erreichen. In einem eigenen Slack-Kanal diskutieren tausende Apple-Angestellte die Pläne Apples für Remote Work – ob sie langfristig Gehör bei Tim Cook und Co. finden werden, bleibt abzuwarten.

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Kommentare 1 Antwort

  1. Hire and Fire. Ich kann Home Office durchaus nachvollziehen und verstehen. Sich ein Recht anzufechten, finde ich kritisch. Wenn ein Unternehmen sogar 2 von 5 Tage als Flexibilität anbietet, ist das grandios. Wie konnten die MA nur die ganzen Jahre zuvor arbeiten.
    Irgendwo hört es dann auch auf. Apple ist mit Sicherheit kein schlechter Arbeitgeber und man sollte als Arbeitnehmer mal die Kirche im Dorf lassen.
    Im Übrigen ist es tatsächlich so, dass der soziale Kontakt durchaus einen Einfluss auf die tägliche Arbeit hat. Man kann nicht alles im Leben plötzlich auf die „Vereinbarung von Beruf und Familie“ und „Flexibilität“ auslegen. Immerhin hat auch der Arbeitgeber gewisse Rechte, wie auch Arbeitnehmer. Und da sind 2 Tage doch recht fair.
    Persönlich finde ich die Freie Home-Office Wahl tatsächlich ätzend, obwohl es bei uns mehrheitlich machbar ist. Aber in Summe kann ich viele Themen nur noch per Email klären oder im besten Fall per Telefon. Adhoc Sitzungen sind garnicht mehr möglich. Kollegen sind zu Zeiten erreichbar, wo andere schlafen. Dinge werden einfach nicht mehr zu Ende geklärt. Plötzlich ist es selbstverständlich, nur weil gewisse Leute nun meinen man können bis 20:00 Uhr arbeiten, vermehrt die ganzen Termine abends abgehalten.
    Das ist die Wahrheit. Alle reden hin mehr Effizienz. Mag sein, dass das für einige Individuen tatsächlich so ist. Im Kollektiv sehe ich es kritisch.
    Vielleicht nicht überall so und deshalb back to the topic: pauschal ein 2 von 5 Tage Angebot zu verreisen ist völlig unverschämt. Ich hoffe Tim C. bleibt seinem Anspruch gerecht.

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