Sonos Sub Mini im Test: Was taugt die Extra-Portion-Bass?

350 Euro günstiger als der große Bruder

Nur noch eine Woche, bis der neue Sonos Sub Mini ausgeliefert wird. Der kleine Subwoofer, hergestellt von den Multiroom-Experten aus den USA, kann bereits für 499 Euro vorbestellt werden. Am 5. Oktober ist dann das offizielle Erscheinungsdatum. Wir konnten den Sonos Sub Mini bereits im Vorfeld ausprobieren.

Wo fühlt sich der Sonos Sub Mini heimisch?

Mit einem Preis von 499 Euro möchte ich den Sonos Sub Mini nicht unbedingt als Schnäppchen bezeichnen, am Ende ist er aber trotzdem mehr als 40 Prozent günstiger als der große Sonos Sub, den wir bereits seit mehreren Jahren kennen. Und damit vielleicht eine Alternative für euch?


Sonos selbst sieht seinen kleinen Subwoofer in kleinen oder mittelgroßen Räumen, in denen der große Sonos Sub vielleicht einfach überdimensioniert wäre. Am wohlsten dürfte sich der Mini im Verbindung mit einer kleinen Soundbar fühlen, hier sind natürlich die Sonos Ray und auch die Sonos Beam zu nennen. Aber auch ohne Fernseher kann der Sub Mini die Bass-Performance verbessern, etwa im Verbindung mit einem Sonos One oder Symfonisk-Speaker.

„Subwoofer sind nicht nur für die Verstärkung von Explosionen und Actionszenen geeignet. Wenn du den Sub Mini zu deinem System hinzufügst, werden die tiefen Frequenzen bei Musik, Filmen, Fernsehsendungen, Spielen und sogar Podcasts verbessert“, sagt Greg McAllister, Produktmanager bei Sonos. „Er sorgt für einen rundum volleren Klang und ermöglicht es dir, Nuancen in den Inhalten zu hören, die du sonst vielleicht nicht wahrgenommen hättest.“

Die Installation ist Sonos-üblich einfach

Nach dem Auspacken ist der Sonos Sub Mini im Prinzip sofort einsatzbereit. Es muss lediglich ein Stromkabel eingesteckt werden, damit der Subwoofer von der Sonos-App gefunden und zum bestehenden System hinzugefügt wird. Dabei kann im Prinzip nichts falsch gemacht werden, am Ende der Einrichtung wird der Sub Mini sogar fast automatisch mit dem gewünschten Sonos-Speaker gruppiert. Neben der Kopplung per WLAN kann der Sub Mini auch mit einem LAN-Kabel zum Netzwerk hinzugefügt werden.

Aufpassen solltet ihr beim Aufstellen des Sonos Sub Mini. Stromanschluss und LAN-Anschluss sind an der Unterseite angebracht, die Kabel können dank der kleinen Gummi-Füße problemlos in die Richtung eurer Wahl geführt werden. Soweit ist das wirklich prima. Ich habe den Sonos Sub Mini zum Anschließen der Kabel kopfüber auf den Tisch gestellt – und die wirklich empfindliche Oberfläche des Subwoofers hat dadurch direkt kleine Kratzer bekommen. Denk also daran, in diesem Fall etwa den Stoffbeutel, in dem der Sonos Sub Mini im Karton geliefert wird, als Unterlage zu verwenden.

Wenn man einen Platz für den Sub Mini im Zimmer gefunden hat – bei einem Bass ist es ja nicht ganz so wichtig, wo genau er sich im Raum befindet – sollte man noch das Trueplay-Tuning vornehmen. Damit wird der Klang auf die Gegebenheiten im Zimmer abgestimmt – und das macht bei Sonos tatsächlich noch einmal einen Unterschied. Aber Achtung: Trueplay kann nur mit Apple-Geräten durchgeführt werden, wobei mein aktuelles iPhone 14 Pro von der Sonos-App noch nicht für dieses Feintuning unterstützt wird.

‎Sonos
‎Sonos
Entwickler: Sonos, Inc.
Preis: Kostenlos

Etwas schade finde ich die Tatsache, dass der 30,5 Zentimeter hohe und 23 Zentimeter breite Sonos Sub Mini im Gegensatz zu seinem großen Bruder nicht flach hingelegt werden kann. Der große Sonos Sub ist dann nur noch 16 Zentimeter hoch und passt dann (möglicherweise) auch noch unter das Sofa oder Bett.

Das macht der Sonos Sub Mini mit dem Klang

Was der kleine Sub Mini macht, ist wirklich beeindruckend – aber das muss es bei einem Preis von 499 Euro auch sein. Vom ersten Moment an ist die Extra-Portion Bass spürbar, insbesondere natürlich bei Filmen, bei denen es zwischendurch ordentlich zur Sache geht. Aber auch bei Musik ist der Unterschied deutlich, zumal die anderen Lautsprecher davon profitieren, dass ihnen der Sub Mini die Bass-Aufgaben abnimmt. Am besten bemerkt man den Unterschied, wenn man während der Wiedergabe in den Einstellungen den Sub deaktiviert und wieder aktiviert. Der Bass verschwindet und ist wieder da.

Natürlich wäre der Effekt mit dem großen Sonos Sub noch stärker, aber das ist am Ende ein nicht ganz fairer Vergleich. Natürlich hat ein Porsche auch mehr Wumms unter der Haube als ein Opel, dafür kostet er aber auch eben deutlich mehr.

Am Ende ist die Sache ziemlich einfach und schnell erklärt: Im Sonos-Kosmos gab es bisher nur einen Subwoofer, den großen Sonos Sub. Das ist der Porsche. Der Kracher, der auch auf der Autobahn ordentlich Stoff geben kann. Alternativ könnt ihr jetzt auch zum Sonos Sub Mini greifen, die Familienkutsche von Opel. Auch er macht in der Stadt (kleine Räume) eine gute Figur, kann auch mal auf die Landstraße (mittelgroße Räume), dann aber wird irgendwann der Abstand zum Porsche spürbar. Opel oder Porsche, Sub Mini oder Sub, mehr Optionen habt ihr in der Sonos-Welt aktuell nicht.

Sonos Sub Mini. Der WLAN-Subwoofer für tiefen Bass (Weiß)
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Kommentare 7 Antworten

  1. Na ja so lange der bei 499€ ist. Kann man lieber auf ein gutes Angebot vom großen warten. Den bekommt man auch sehr oft für 650€. Das Wehr mir dann die 150€ mehr wert. Aber ich hoffe mal das es den Mini dann so für 350-400€ geben wird

    1. Das ist natürlich immer das Problem, wenn ein Produkt schon länger am Markt ist und es das andere nur zum Listenpreis gibt. Mit der Zeit wird sich das schon regeln.

  2. Ich habe für mein System lange auf Angebote im örtlichen MM gewartet. Am Ende habe ich für meinen Sub, 2. Generation, 490,- Euro bezahlt. Für 2 Sonos 5, 2. Gen., 600,- Euro und für die Playbase 400,- Euro. Nun habe ich die ARC im Visier 🙂.

  3. Also mit den aufgerufen Preis des Mini Sub, ist -meiner Meinung nach- die Sonos Ray nicht die passende Soundbar dazu, da hätte der Sub deutlich günstiger werden müssen im Preis.

    Ich habe zwar den Sonos Sub Mini nicht aber ich bezweifle ganz stark dass der T6 Sub bei Teufel (220€), für die kleine Cinebar One (300€) , so viel schlechter ist als der Sonos Mini.

    Wird gleich das Bundle bei Teufel gekauft hat es eine UVP von 400€ und dieses Bundle hat schon mehr als genug Dampf für ein normales Wohnzimmer. Wo sicherlich einer Ray und Sub Mini in nichts nachsteht.

    1. Dass Sonos nicht günstig ist, darüber müssen wir nicht diskutieren. Und dass Teufel auch einen ordentlichen Klang liefert, das ist ebenso klar. Aber spätestens wenn es um das Thema Multiroom und drahtlose Erweiterbarkeit sowie smarte Steuerung geht, dann ist Sonos halt die klare Nummer eins.

      1. Ja da schon, aber in Anbetracht das die Ray ja wirklich günstig ist, ist es mir einfach unbegreiflich wie teuer der Sub Mini geworden ist.

        Was Mutliroom und die Drahtlose Erweiterung angeht, hängt bei mir ein AirPort Express via Klinke am Teufel Cinebar One Setup.

        Und ich selbst wäre Sonos als Soundbar Alternative zu den Teufel auch nicht abgeneigt. Mag Sonos ja selber auch als Marke und hab da ein paar Lautsprecher (habe fürs Bad sowie die Terrasse auch extra mir je 2×2 Roams geholt und in der Küche steht in einen Fach [man könnte meinen es sei dafür gemacht] der Ikea/Sonos Regallautaprecher, sogar so 2 Ikea/Sonos Lampenlautsprecher steht im EG und OG bei den Treppenaufgängen).

        Aber in dieser Preisklasse ist der Sub Mini einfach faslch. Da leg ich bisschen was drauf und bekomm den großen Sub. Den brauch ich aber nicht im Schlafzimmer (wo eben mein Teufel Cinebar Setup steht, die ich bei einen anderen Preis durch Ray und Sub Mini ersetzt hätte) und im Wohnzimmer sowie im Heimkino stehen andere Lösungen, wo nach mein Empfinden die besseren Lösungen sind, als so Soundbars Lösungen.

  4. Die Preise sind in den letzten Jahren bei Sonos ähnlich abgehoben wie bei fast allen anderen gehypten Marken, sei es Apple oder auch die Hue Produkte, selbst einige „popelige“ Ikea-Produkte gehen preislich durch die Decke, wo ich mich nach Manier des guten alten Herbert G. frage: „Was soll das?!“

    Der Preisunterschied zwischen Ende 2020 und heute beträgt bei einem System bestehend aus 1 Arc, 1 Sub (2. Gen) und 2 One SL als Surround Speaker inzwischen satte 250 bis 300 € – und ich hätte damals schon nicht zugeschlagen, wenn Sonos nicht für meinen alten Play:5 einen 30%-Nachlass gewährt hätte. Der war nach Rücksprache mit der Hotline auch auf das Set anwendbar und der Direktkauf bei Sonos damit konkurrenzlos günstig.

    Das Set kam aber auch überhaupt nur in Betracht, weil inzwischen eine größere Multiroom-Lösung von Sonos Zuhause am Start ist, und ich das TV-Soundsystem dort integriert wissen wollte.

    Ansonsten wäre es auch bei mir was von Teufel geworden, die bieten selbst in der Preisklasse zwischen 1500 und 2000€ meiner Meinung nach rein vom Klang und der Verarbeitung her immer noch das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.

    @Ichy, ich finde, du hast Recht, 500€ für einen so kleinen Sub – Multiroom hin oder her – ist einfach zu viel.

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