Tim Cook: Das sagt der Apple-Chef über die neuen HomePod-Lautsprecher

Nach der WWDC-Keynote gab Apple-CEO Tim Cook dem Sender Bloomberg TV ein Interview – und äußerte sich auch zu den neuen HomePods.

Tim Cook Bloomberg TV Interview

Mit der Vorstellung der neuen intelligenten Lautsprecher, den HomePods, stehen nun viele Kunden vor der Wahl – sollte man auf Amazon Echo, Google Home, oder nun doch auf die jüngsten sprachgesteuerten Lautsprecher von Apple setzen? Tim Cook hat im Interview mit Bloomberg TV darauf die passende Antwort.

„Ich glaube, die Menschen werden sie lieben, dessen bin ich sicher“, so die Aussage des Apple CEOs hinsichtlich des HomePod-Produktlaunches während der gestrigen WWDC-Keynote. „Ich denke, dass sie von dieser neuen Erfahrung sehr beeindruckt sein werden.“ Und auch wenn Apples neue Heim-Lautsprecher zu den teuersten ihrer Art gehören, sieht Cook großes Potential und schlagkräftige Kaufargumente. „Apple hat großen Wert darauf gelegt, einen bahnbrechenden Lautsprecher zu designen, der zuhause eine hochqualitative Audio-Erfahrung bietet.“

Dank jahrelanger Erfahrung im Musikbereich, allen voran beim iPod und iTunes, sieht Tim Cook einen entsprechenden Vorteil. „Wir wollten zuallererst etwas, das unglaublich gut klingt“, so der Apple-Chef im Interview. „Ich glaube, dass die Menschen regelrecht geschockt über die Soundqualität sein werden, wenn sie damit Musik hören.“

Tim Cook: „Uns geht es nicht darum, Erster am Markt zu sein“

Nichts desto trotz sollten die HomePods mehr können als nur Musik abspielen. „Es gibt bereits einige Dinge, die die Sprachassistentin Siri vom iPhone kennt“, berichtet Tim Cook. „Wir werden mit diesen Aktionen, die Phil Schiller während der Keynote vorgestellt hat, starten, aber im Verlauf auch weitere Aktivitäten hinzufügen.“

Im Bloomberg TV-Interview verriet der Konzernchef auch, dass Apple bereits seit mehreren Jahren an den HomePods gearbeitet hat, aber nicht daran interessiert war, das Produkt als erstes auf den Markt zu bringen. „Wir haben nicht den ersten MP3-Player gebaut, nicht das erste Smartphone und nicht das erste Tablet“, so Cook. „Uns geht es nicht darum, Erster zu sein. Wir wollen die besten sein und Kunden ein Erlebnis bieten, das sie bei jeder Nutzung erfreut. Und das erreichen wir nicht, indem wir etwas ausliefern, das nicht gut genug ist.“

Weiterhin sprach Tim Cook über die neuen Augmented Reality-Funktionen, dem ARKit, im neuen iOS 11. Das englischsprachige Interview findet ihr als YouTube-Video unter diesem Artikel.

Foto: Bloomberg TV

Kommentare 27 Antworten

  1. Ich hoffe das dieses „hey siri“ endlich mal besser erhört wird ( okay das problem haben eher die watch und das iphone ) aber im vergleich zu alexa muss ich sagen ist siri’s nutzung auf null gesunken.
    Einzig die geschichte mit philips hue sollte bei apple einfacher sein. Weil bei alexa muss ich alle glühbirnen neu benennen ( gruppen zuweisen) usw.. und das nervte doch schon sehr.

  2. Was soll mich an so einem kleinen Brüllwürfel an Soundqualität umhauen? Wird auch nicht besser als der Sonos sein. Und der ist qualitativ schonmal garnicht so übel. Ich hör den immer wenn die Kids im Nachbargrundstück Tischtennis spielen und das Teil laufen lassen. Am Anfang staunte ich nicht schlecht deswegen.

  3. Ob der HomePod tatsächlich hält, was Tim Cook heute prophezeit, werden dann erste Tests im Dezember zeigen. Aber wenn der HomePod in den USA, Australien und den UK nicht überzeugt, wird er für den Rest der Welt dann in 2018 eher uninteressant und ein Ladenhüter sein. Dessen muss und wird sich Apple mit Sicherheit auch bewusst sein.

    1. Es werden trotz kleiner Mängel genügend den HomePod (weltweit) kaufen, sodass es ein wirtschaftlicher Erfolg ist. War trotz aller Unkenrufe bei der Watch genauso. Das immer jeder meint er wäre die Zielgruppe…

    2. Es werden aber potenzielle Käufer abspringen und sich Alternativen überlegen, wenn der Sound und der Umfang nicht so ist, wie versprochen… Aber ich gebe zu, das dennoch genug Leute den Lautsprecher kaufen, weil er halt von Apple ist!
      Wie gesagt: USA, UK und Australien werden die Betatester…

  4. Wie die sich immer alles hindrehen, „wir wollen nicht die ersten sein blabla“ beim nächsten Produkt:“wir sind die ersten mit blablabla“?

  5. Man kann immer davon ausgehen, dass Konzernbosse niemals die Wahrheit in die Öffentlichkeit ausplaudern.
    Mich stört an den neuzeitlichen Produkten, dass sie immer mit etwas völlig anderen kombiniert werden. Reicht es nicht nur Musik abzuspielen? Warum müssen Siri oder deren Mitbewerber ständig online sein? Auch bei der Spracherkennung war Siri nicht das erste Tool dieser Art am Markt. Es gab schon früher Programme, die wurden installiert und fertig. Nach einer Lernprozedur funktionierten sie schon damals zum Diktat. Warum also heute always on? Wegen der Wetterinfos oder der Websuche? Unsinn. Apple hat doch bei der WWDC in dem Spot zu Beginn wunderbar gezeigt was passiert wenn der Stecker gezogen wird … wenn auch etwas überogen. Fakt ist aber: Ohne Online-Dienst geht nix. Da hätte man doch einen echten Marktvorteil wenn man ganz ohne Online-Anbindung zurecht kommt. Das kann und sollte man sich auch mal fragen ohne gleich eine Verschwörung hinter allem zu sehen.

      1. Sagt dir George Orwell was???

        Ich finde es bedenklich, wie teils unreflektiert neue Technik angekommen wird, ohne das man hinterfragt, was das Geschäftsmodell dahinter ist. Alexa, Siri, OkGoogle. Deren Nutzen für die Firmen ist doch nicht, das sie tolle Technik verkaufen, sondern das sie sich damit einem möglichst gläsernen Konsumenten nähern können um noch besser Verkaufen zu können. Seien es Produkte an den Konsumenten oder einfach nur Informationen über den Konsumenten. Da brauche ich keine Verschwörungstheorien oder die NSA dahinter. Es ist offensichtlich.

        Aber gut. Wer den Nutzen solcher Geräte für sich höher einschätzt. In meinem Bekanntenkreis glücklicherweise keiner…

      2. Always on ist die Zukunft, obwohl es völlig unbegründet ist? Ein erheblicher Teil der User macht sich über die Zukunft keine Gedanken und steigt auf jeden Mist ein, ohne die Folgen dafür nur etwas abzuschätzen.
        Nochmal für dich: Warum online wenn es auch offline geht? Weils trendy ist?

    1. „Da hätte man doch einen echten Marktvorteil wenn man ganz ohne Online-Anbindung zurecht kommt.“

      Ja dem klassischen Boxenhersteller, die nur Musik machen, werden die Teile aus der Hand gerissen…

      1. Stimmt. Habe gerade 2 Libratone Zipp gekauft. HomePod, Alexa, etc. kommen mir nicht ins Haus. Ich hätte gerne einen SpeechToText-Lautsprecher, der mir den erkannten Text „offline“ an meinen eigenen Homeserver als Text liefert. Dazu braucht man – wie DrHus richtig schreibt – keine online Verbindung. Aber ein permanentes Mithören durch wen auch immer brauche ich nicht.

  6. Der Zug ist leider Abgefahren. Der großteil hat Sonos oder andere Airplay Geräte. Wer tauscht die aus? Kann man Apples Box an den Fernseher anschließen und 5.1 hören? Ist sie so viel besser als eine Play:1, die günstiger ist.
    Hätten sie ein 50-70€ Gerät wie den Dot rausgebracht, hätte das eingeschlagen. Wer gibt nochmal für jeden Raum >350€ aus?

    1. Glaube nicht das der Großteil Songs hat, mich haben die Boxen über nicht überzeugt. Heißt im Umkehrschluss natürlich nicht das die Apple ich mir zusagt aber mal testen.

  7. Warum wird hier eigentlich immer Sonos erwähnt? Soweit ich weiß, bietet das gar kein AirPlay, von daher hat das Apple-eigene Teil vielleicht gar keine schlechten Chancen

      1. Kannst du uns denn zeigen, wie Sonos-Lautsprecher per AirPlay direkt vom iPhone oder iPad aus angesteuert werden können? Ohne Computer…?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de