Hydra: Neue Kamera-App schießt HDRs mit bis zu 20 Fotos in einer Belichtungsreihe

Obwohl insbesondere die integrierte Kamera des iPhone 6 oder 6 Plus schon als eine der besten auf dem Smartphone-Markt gilt, kann man mit Hydra noch mehr aus ihr herausholen.

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Hydra (App Store-Link), mit dem vielversprechenden Untertitel „Für bessere Fotos“ versehen, steht gegenwärtig zum 40% vergünstigten Einführungspreis von 2,99 Euro im deutschen App Store zum Download bereit. Die am 29. Januar frisch veröffentlichte Kamera-Anwendung benötigt auf dem iPhone oder iPad nur knapp 10 MB an freiem Speicherplatz, erfordert zur Installation allerdings mindestens iOS 8.1 oder neuer. Eine deutsche Lokalisierung ist für Hydra bereits vorhanden, allerdings kommt diese aufgrund des wenig textlastigen Designs der App kaum zum tragen.

Die Entwickler von Hydra, Creaceed, bewerben ihre neue Anwendung mit folgendem Satz, „Hydra bietet innovative Technologie zur Bildaufnahme und lässt Sie faszinierende Fotos in noch so schlecht ausgeleuchteten oder viel zu hellen Szenerien schießen.“ Die erwähnte Technologie, die hinter Hydra steckt, setzt auf bis zu 60 Aufnahmen des gleichen Motivs, um daraus entweder hochauflösende HDR (High Dynamic Range)-Bilder, Fotos in einem Lo-Light-Modus ohne störendes Bildrauschen, in einem speziellen Zoom-Modus ohne Qualitätsverluste oder in einem Hi-Res-Modus mit Auflösungen von bis zu 32 Megapixeln zu kreieren. Darüber hinaus bietet die Anwendung noch einen Live-HDR-Videomodus an mit einzelnen Bildern, auf die ein Tone-Mapping angewandt wird, an.

Ergebnisse von Hydra sind überraschend gut

Obwohl sich die Qualität der iPhone- und iPad-Kamera mit jeder neuen Geräte-Generation signifikant verbessert, ist man als geneigter Nutzer anfangs skeptisch, ob Apps wie Hydra wirklich das halten können, was sie versprechen – und tatsächlich so viel bessere Fotos mit der integrierten iPhone- oder iPad-Linse anfertigen können. Nachdem ich nun einige Zeit mit der App und ihren insgesamt fünf verschiedenen Aufnahme-Modi verbracht habe, bin ich von den Ergebnissen, die Hydra zutage fördert, mehr als positiv überrascht.

Insbesondere der HDR-Foto-Modus, der in meinem Fall zwischen 8 und 12 Bilder mit verschiedener Belichtung eines Motivs aufgenommen hat und abschließend drei unterschiedliche Kontraststufen anbietet, wirkt sehr eindrucksvoll. Vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen verschafft sich dieser Aufnahme-Modus durch die Kombination von mehreren unterschiedlich belichteten Bildern einen enormen Vorteil. Wer freihändig Bilder aufnimmt, sollte aber, wie auch bei den anderen Foto-Modi der App, die Hand absolut ruhig halten – oder alternativ auf eine Standhilfe der Hand oder gleich auf ein Stativ zurückgreifen, um optimale Ergebnisse erzielen zu können.

Hi-Res-Modus von Hydra bietet Aufnahmen mit bis zu 32 Megapixeln

Auch der Zoom-Modus mit 2- oder 4-fachem Zoomfaktor lässt den Nutzer durch ein markiertes Feld schon vorher den entsprechenden Ausschnitt des Bildes festlegen. Auch hier heißt es, bei Aufnahme durch die Hydra-App das iPhone möglichst ruhig zu halten, da durch einen speziellen Algorithmus die Auflösung in Echtzeit um ein Vielfaches erhöht wird. „Die fehlenden Bildinformationen werden dabei aus einer Serienbildaufnahme und der für gewöhnlich entstehenden leichten Bewegung rekonstruiert“, heißt es in der App-Beschreibung.

Ähnlich verläuft es auch im Hi-Res-Modus, mit dem Fotos mit bis zu 32 Megapixeln möglich sein sollen. Durch die Aufnahme mehrerer Fotos des gleichen Motivs werden die Bilder zu einem großen finalen Bild zusammengesetzt, das über eine bessere Qualität als die der nativen 8 Megapixel-Kamera führen soll. Meine mit einem iPhone 6 geschossenen Aufnahmen verfügten abschließend über eine Auflösung von 4.896 x 6.528 Pixel in der höchsten Stufe.

Besonders praktisch: Auch wenn Hydra teils über 10 verschiedene Aufnahmen generiert, um daraus ein Bild zusammen zu setzen, wird immer nur das finale Ergebnis in der Camera Roll des iPhones oder iPads gespeichert – man hat also keine vollgestopfte Foto-Bibliothek mit endlosen Reihenaufnahmen, die man mühselig wieder löschen muss. Direkt aus der App heraus können die Bilder auch in einem Foto-Album samt Anzeige der Metadaten angesehen, und von dort aus auch per Mail verschickt oder in sozialen Netzwerken geteilt werden.

Kommentare 9 Antworten

  1. In der Hilfe der App unter HDR steht, dass nach der Aufnahme eine „Vielzahl von Einstellungen“ bieten würde. Bei mir tauchen da genau 3 auf (SW, Mittel, Hoch). Übersehe ich da etwas?

    1. Nein, mehr habe ich bisher auch nicht ausfindig machen können. 😉
      Vor der Aufnahme kann man links vom roten Aufnahmebutton noch die Megapixel-Größe einstellen. Auf meinem iPhone 6 sind das 3 MP, 8 MP und 12 MP.

  2. OMG – Fehlkauf! Eine der klar schlechteren HDR Apps die ich ausprobiert habe. VividHDR und HDR (LuckyClan) sind da klar besser.
    Bei hydra dauert die Aufnahme länger (viele Bilder) und wenn man auch nur etwas hinein zoomt (oder auch ohne Zoom) werden fließende Farbübergänge über weite Flächen kunterbunt).
    Wie geht das mit dem Zurückgeben? Hab mich noch selten dazu so veranlasst gesehen wie hier.
    Die testfotos habe ich im Raum bei mäßigen Lichtverhältnissen mit allen 3 Apps gemacht.

  3. Apropos Stativ für’s iPad. Hat jemand gerade eine Tipp für ein gute Halterung, die ich an einem Kamerastativ befestigen kann. Für’s iPhone hab ich eine, nur für das neue iPad finde ich nichts Passendes!

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