MaxCurve: Bild-Editor mit umfangreichen Kurven-Tools richtet sich an professionelle Fotografen

Der App Store hält bereits so einige Bildbearbeitungs-Apps im Repertoire bereit. Wer nicht auf Pixelmator, Enlight, Snapseed und Co. setzen will, findet mit MaxCurve nun einen weiteren Editor.

MaxCurve

MaxCurve (App Store-Link) steht bereits seit längerem im deutschen App Store zum Download für iPhone und iPad bereit und muss dort aktuell mit 3,99 Euro bezahlt werden. Erst kürzlich gab es für die Foto-App ein Update, so dass auch wir auf MaxCurve aufmerksam geworden sind. Die etwa 39 MB große Anwendung erfordert iOS 7.0 zur Installation und kann in deutscher Sprache genutzt werden.


Anders als viele weitere Bildbearbeitungs-Apps im App Store, darunter so beliebte Lösungen wie Snapseed, Enlight oder Pixelmator, setzt MaxCurve entsprechend seines Titels auf umfangreiche Kurven-Tools, die sich nach eigenen Angaben der Entwickler von Wanman vor allem an professionelle Fotografen richten, und die „umfassendste Kurvenbearbeitung“ im App Store bieten sollen.

Insgesamt stehen in MaxCurve daher 23 verschiedene Möglichkeiten über Kurven-Werkzeuge bereit, eigene Bilder entsprechend anzupassen, die teils sogar über die Optionen von Profi-Anwendungen wie Adobe Photoshop hinausgehen. Neben RGB- und Belichtungs-Kurven für Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur gibt es auch spezielle Kurven für Farbtonregelung, Sättigung und Farbhelligkeit, sowie ein sogenanntes Labor-Kurven-Kit, mit dem sich Kurven kopieren lassen und die Leuchtkraft angepasst werden kann.

Ebenfalls vorhanden ist ein Werkzeug für maximal 40 Ebenen, über das Farben oder Texturen auf das Foto angewandt werden können, inklusive Optionen wie Deckkraft und Maskierungen. Auch klassische Bearbeitungs-Features wie der Zuschnitt, Spiegeln und das Drehen von Bildern, Vignettierungen und Schärfen fehlen nicht. Für eine nahtlose Integration von weiteren Profi-Tools sorgt eine WiFi-Anbindung an Adobe Photoshop, mit denen sich Bilder aus Photoshop importieren und nach der Bearbeitung mit MaxCurve wieder zurück transferieren lassen.

Verlustfreie Speicherung der Fotos in MaxCurve

Ambitionierte Nutzer der App profitieren von einer verlustfreien Sicherung der Foto-Dateien, einem mit dem letzten Update hinzugefügten EXIF-Viewer, einer Unterstützung für JPEG, TIFF, PNG und RAW (u.a. CRW, CR2, DNG und RAF), Bildanalysen mit Histogrammen, Split View auf dem iPad und 3D Touch auf dem iPhone 6s/6s Plus und einer Option, eine Filter-Erweiterung in der nativen Fotos-App von Apple nutzen zu können.

Die Voraussetzungen zur Bildbearbeitung mit MaxCurve sind gegeben, um auch fortgeschrittenen Fotografen entsprechende Hilfen zur Seite zu stellen. Hier setzt aber der große Kritikpunkt der App an: Mit den vielen Kurven-Tools wird der gemeine iPhoneograph, der nur schnell ein paar Filter hinzufügen und Parameter ändern möchte, sicher nicht so schnell warm werden. Die Anwendung benötigt definitiv einiges an Einarbeitungszeit und ist zudem für User, die vorher noch nicht mit Kurven-Tools gearbeitet haben, keine leichte Kost.

Leider haben die Entwickler von MaxCurve auch auf ein kleines Tutorial verzichtet, das neuen Nutzern die Funktionen der App näher bringt – so ist man nach dem Download auf sich allein gestellt, um die Features auf eigene Faust kennenzulernen und auszuprobieren. Wer also schnell und bequem mit wenigen Klicks dramatische Effekte verlangt, sollte zu den nutzerfreundlicheren Alternativen greifen, die wir oben bereits erwähnt haben. Ambitionierte Fotografen jedoch finden mit MaxCurve ein umfangreiches Kurven-Tool für ihre Arbeit.

MaxCurve
  • 8/10
    Funktionen - 8/10
  • 7/10
    Interface - 7/10
  • 6/10
    Bedienbarkeit - 6/10
  • 8/10
    Preis/Leistung - 8/10
7.3/10

Fazit

Bildbearbeitungs-Apps gibt es zuhauf im App Store. MaxCurve wagt einen neuen Ansatz und stellt 23 Kurven-Tools für ambitionierte Fotografen zur Verfügung. Für Anfänger und eine schnelle Überarbeitung ist die App daher eher nicht geeignet.

Download im App Store

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Kommentare 12 Antworten

  1. Hat seinen Preis, ist aber auch sehr gut. Bietet sehr gute differenzierte Bearbeitungsmöglichkeiten für den kundigen Photoshop (oder ähnliches) Anwender. Wohltuend die Notwendigkeit, sich ausführlicher mit dem Bild zu beschäftigen, eine längst fällige Alternative zu den „Mit-wenigen-Mausklicks“-Apps.

  2. Eine gute Fotoapp, davon gibt es nicht viele. Im Gegensatz zu einigen anderen ob’s sind die Kurven hier groß genug, um vernünftig damit zu arbeiten!

  3. Getestet und für Gut befunden. ?
    Diese App bietet wirklich sehr gute bearbeitungsmöglichkeiten.
    Was mir hier fehlt wären höchstens noch Retusche Werkzeuge.

    Wie man einer App aber das Alleinstellungsmerkmal als „größten Kritikpunkt“ anlasten kann entzieht sich meiner Vorstellungskraft.
    Die Appbeschreibung ist deutlich genug so das jeder sieht was er bekommt.
    Wer sich hier verkauft ist glaube selber schuld.

    1. Och, auf den Plus Modellen kannst Du schon vernünftig was machen.
      Und wenn Du dann stattdessen ein iPad nimmst (eventuell mit LTE) dann kannst Du als Pressefotograf da auf die schnelle schon was reissen.
      Es ist nur minimal umständlicher wenn man nur 5 oder 6 Bilder bearbeiten will und nicht eine ganze Festplatte voll mit Urlaubsbildern.

      Und es gibt gibt wirklich einige gute Bildbearbeitungsprogramme die man nutzen kann.

  4. @Cofrap
    Das suche ich auch vergebens 🙁
    Trotzdem eine Super App; konzentriert sich auf das wesentliche, aber das wirklich gut, grundlegend und umfassend.
    Kein unnötiger Firlefanz, mit dem viele andere Apps Punkten wollen!

    1. Ich habe es mittlerweile gefunden, steht im englischen Update Text.
      Man muss in der Bildauswahl, das Thumbnail länger gedrückt halten (oder, wenn vorhanden, über 3D Touch) dann öffnet sich ein Fenster in dem man runter Scrollen kann.

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