Meta, sonst eher als Nachzügler im KI-Rennen wahrgenommen, legt jetzt nach. Diese Woche präsentierte das Unternehmen „Muse Code“, einen KI-Agenten, der Programmierern bei komplexen Aufgaben in großen Codebasen unter die Arme greifen soll. Der Agent ist ab sofort als Betaversion verfügbar.
„Muse Code kann komplette Software-Engineering-Aufgaben in großen Repositories erledigen“, betonte Meta-CEO Mark Zuckerberg am Mittwoch in einem Beitrags-Thread bei X. Dazu gehöre „das Planen von Änderungen, das Schreiben von Code und das Überprüfen der Ergebnisse“.
Der auf dem Programmiermodell „Muse Spark“ basierende Agent kann große Projekte bewältigen, indem er eigene Unteragenten startet, die gleichzeitig arbeiten. Zuckerberg erklärte: „Wenn ein Auftrag groß genug ist, wird er auf separate Unteragenten aufgeteilt, die parallel in isolierten Arbeitsbäumen arbeiten. Ihre Arbeitskopie wird dabei nie berührt. In Tests haben wir damit sechs Features für ein Spiel gleichzeitig ohne Konflikte erstellen lassen.“
Wettbewerb mit OpenAI und Anthropic: Meta setzt auf Kosteneffizienz

Mit „Muse Code“ will Meta gegen KI-Labore wie OpenAI und dessen Programmieragenten Codex oder Anthropics Claude Code bestehen. Alexandr Wang, KI-Chef bei Meta und Leiter der Meta Superintelligence Labs, sagte dem Wall Street Journal: „Wir glauben, dass dies für viele Arbeitsabläufe und Anwendungsfälle eine unglaublich gute Option sein kann, insbesondere aus Kostenperspektive.“
Meta investiert aktuell massiv in die KI-Entwicklung, um die eigene Position zu stärken. Bisher lag der Fokus vor allem auf KI für das Werbegeschäft. Doch im Juni dieses Jahres wagte das Unternehmen mit einem Agenten, der auf Kundenservice und Support spezialisiert ist, auch den Schritt in den Markt für Unternehmens-KI. Weitere Informationen zu Muse Code gibt es auch auf der Research-Website von Meta.

„Meta holt auf“? Das wird sich erst noch zeigen.
Aktuell haben sie lediglich eine Beta veröffentlicht, die ich im Enterprise Umfeld höchstens in einem POC eingesetzt werden würde.