Das Unternehmen Aiper, zuständig für smarte Geräte für die Gartenpflege, zeigt auf der IFA 2026 in Berlin 2026 aktuelle Neuigkeiten. Statt einzelner Geräte, die unabhängig voneinander arbeiten, setzt der Hersteller auf ein vernetztes „Smart Yard Ökosystem“. Poolroboter, Bewässerung, Mähroboter, Bodensensoren, Wetterstationen und Solarpanels sollen über eine zentrale Plattform zusammenspielen. Gesteuert wird das Ganze über die Aiper-App, in der sich Geräte, Zeitpläne und individuelle Routinen bündeln lassen.
Im Zentrum steht Aipers AIoT-Ansatz („Intelligence of Things“), mit dem Geräte Informationen austauschen und ihre Arbeit automatisch aufeinander abstimmen können. Wetterdaten, Bodenfeuchtigkeit und individuelle Zeitpläne fließen dabei in die Steuerung ein. So soll aus mehreren smarten Einzelgeräten ein weitgehend autonomes System werden, das nicht nur Arbeit abnimmt, sondern auch Ressourcen wie Wasser effizienter nutzt.
Aiper nennt drei typische Einsatzszenarien: Daily Care, Climate Care und Vacation Care. Im Alltag können beispielsweise Mähen, Bewässern und Poolreinigung koordiniert ablaufen. Erkennt ein Bodensensor, dass der Rasen bereits ausreichend feucht ist, kann die geplante Bewässerung pausieren. Bei Regen soll Climate Care die Pflegepläne entsprechend anpassen. Und während des Urlaubs übernimmt Vacation Care die Garten- und Poolpflege nach dem hinterlegten Zeitplan, ohne dass ständig jemand nach dem Rechten sehen muss.
IrriSense 2 SE macht die Bewässerung smart

Neu dabei ist der Aiper IrriSense 2 SE, ein kompaktes 3-in-1-Bewässerungssystem aus Controller, Rasensprenger und Elektroventil. Die Installation soll laut Aiper in rund zehn Minuten erledigt sein. Über die App lassen sich Bewässerungszonen, Karten und Routinen verwalten. Bis zu sechs unterschiedliche Zonen können individuell bewässert werden, während die EvenRain-Technologie einen möglichst gleichmäßigen, natürlichen Regen simulieren soll. Insgesamt schafft das System bis zu 445 Quadratmeter und eine Sprühweite von bis zu zwölf Metern.
Interessant wird der IrriSense 2 SE vor allem in Kombination mit Wetterdaten und Bodensensoren. Die Bewässerung kann dadurch an die tatsächlichen Bedingungen angepasst werden. Aiper verspricht in diesem Zusammenspiel Wassereinsparungen von bis zu 40 Prozent gegenüber klassischen unterirdischen Bewässerungssystemen. Zusätzlich lässt sich das System mit dem Aiper Solarpanel betreiben. Damit sollen bis zu neun Stunden Betrieb ohne Netzstrom möglich sein, zudem bleibt das Gerät auch während des Ladens einsatzbereit. Preise und Verfügbarkeiten nannte Aiper bisher noch nicht.
Der Scuba V3 Ultra schaut unter die Wasseroberfläche

Auch beim Pool setzt Aiper auf mehr Automatisierung: Der Scuba V3 Ultra ist ein KI-gestützter 6-in-1-Poolroboter, der mit Hilfe von Kameras seine Umgebung analysiert und seine Reinigungsroute anpasst. Die beiden Kameras erkennen Objekte und Schmutz in einer Entfernung von bis zu zwei Metern und sollen mehr als 20 Schmutzarten unterscheiden können. Dabei werden die aufgenommenen Bilddaten laut Aiper weder gespeichert noch in die Cloud übertragen. Der Roboter kann Boden, Wände, Wasserlinie, Wasseroberfläche und flache Bereiche ab 20 Zentimetern Tiefe reinigen.
Technisch setzt der Scuba V3 Ultra auf eine Dual-Pumpe, die bis zu 32.200 Liter Wasser pro Stunde bewegen soll, während das MicroMesh-Filtersystem sowohl groben Schmutz als auch Partikel bis in den Mikrometerbereich herausfiltert. Für die Bodenreinigung gibt Aiper eine Laufzeit von bis zu 240 Minuten an. Der 13 Kilogramm schwere Roboter kann zudem selbstständig an die Wasseroberfläche zurückkehren, was die Entnahme erleichtern soll. Über das Smart App Center lassen sich Reinigungsfunktionen und Betriebsstatus zentral verwalten. Der Aiper Scuba V3 Ultra ist auf der US-Website des Herstellers bereits zum Preis von 1.899,99 USD gelistet, eine Veröffentlichung in Deutschland dürfte bald folgen.
