Anker Nebula Cosmos Max: 4K-Beamer fürs Heimkino ausprobiert

Aktuell mit Rabatt bei Amazon zu haben

Es ist bereits einige Zeit her, dass wir euch mit dem Anker Nebula Solar Portable einen sehr kompakten und flexibel einsetzbaren Beamer für den Hausgebrauch vorgestellt haben. Während dieser mit einer nativen Auflösung von 1080p und einer maximalen Helligkeit von 400 ANSI Lumen daher kommt und entsprechend auch im Preissegment von etwa 500 Euro anzusiedeln ist, gibt es mit dem größeren Bruder aus dem Hause Anker, dem Nebula Cosmos Max, ein leistungsstärkeres Modell mit 4K-Auflösung, 1.500 ANSI Lumen und weiteren Premium-Leistungsmerkmalen. Letzteren Beamer konnten wir in den letzten Wochen nun auch ausprobieren und wollen einige Eindrücke schildern.

Wie gerade schon erwähnt, bewegt sich der Anker Nebula Cosmos Max 4K in einem anderen Preisbereich als der kleine Bruder, der je nach aktuellem Angebot bei etwa 500 Euro liegt. Hier hat man aktuell bei Amazon im Rahmen einer Rabattaktion 1.099,99 Euro statt 1.399,99 Euro auf den Tisch zu legen, bekommt dafür aber auch einen Beamer, der für das hochwertige Heimkino ausgelegt ist und über entsprechende hochwertige Features verfügt.


Zu diesen gehört unter anderem eine native 4K-Auflösung mit 2160p, eine maximale Helligkeit von 1.500 ANSI Lumen, integrierte 4x10W 360 Grad-Lautsprecher mit Dolby Digital Plus, einer regulierbaren Bildgröße bis zu 150 Zoll (381 cm Bildschirmdiagonale), HDR10 und HLG für hellere Farben und tieferes Schwarz, Autofokus, einer automatischen Trapezkorrektur von +/-40 Grad vertikal/horizontal, Android TV 9.0 als Betriebssystem mit über 7.000 Apps, Google Chromecast zum drahtlosen Streamen von Inhalten, WLAN und Bluetooth. Für die Projektion stehen vier Modi zur Verfügung: Front-, Rück-, Deckenfront- und Deckenrückprojektion.

Als kleinen visuellen Bonus hält der aus Aluminium gefertigte ellipsenförmige Korpus des Beamers auf der Oberseite auch einen Sternenhimmel aus pulsierenden LEDs bereit. Ein nettes Feature, das aber lediglich als Gimmick bezeichnet werden kann. Wen das Leuchten der LEDs stört, kann den Sternenhimmel auch in den Einstellungen deaktivieren.

Design und Gewicht ist auf rein stationäre Nutzung ausgelegt

Anders als beim portablen Anker Nebula Solar Portable gibt es bei diesem Heimkino-Modell allerdings keinen integrierten Akku, um so auch unterwegs ohne Stromzufuhr Inhalte abspielen zu können. Die Hardware benötigt einiges an Power, was sich auch in einem monströs großen Netzteil samt dickem Stromkabel (Gewicht ca. 700 Gramm) bemerkbar macht – vorhandene USB-C-Kabel und -Netzteile können hier nicht verwendet werden. Der Beamer selbst wiegt auch bereits etwa 3,5 Kilo und kommt auf Maße von 35 x 25 x 10 cm, so dass hier schnell klar wird, dass die Nutzung für ein stationäres Setup ausgelegt ist.

Im Lieferumfang gibt es zudem eine Fernbedienung, mit der sich der Beamer steuern lässt. Als Anschlüsse stehen 2x HDMI 2.0 mit 60 fps (ein Port mit ARC), 2x USB 2.0 Typ-A, ein optischer Audio-Anschluss (Toslink) und der oben bereits genannte DC-IN für die Stromversorgung bereit. Kabellose Verbindungen können über WLAN (802.11a/b/g/n/ac, 2.4/5GHz) sowie Bluetooth 4.2 (Dualmodus, A2DP) hergestellt werden. Die Lebensdauer der Lichtquelle soll laut Hersteller 30.000 Stunden betragen.

Für die Installation des Heimkinos kann der Anker Nebula Cosmos Max entweder mit einem Standard-Gewinde auf der Unterseite auf ein Stativ geschraubt, oder auch mit insgesamt vier Bohrungen an der Decke montiert werden. Bedingt durch das hohe Gewicht und die sperrigen Maße des Beamers ist eine flexible Aufstellung nicht großartig möglich – zudem fehlt zumindest mir eine kleine optionale Erhöhung über Stellschrauben oder eine ausklappbare Halterung wie beim Nebula Solar Portable. Anwinkeln des Beamers ist also ohne zusätzliche Hilfsmittel wie Bücher, ein Stativ oder gleich eine Montage am finalen Standort nicht möglich. Auch an dieser Stelle merkt man erneut, dass der Betrieb an einem festen Ort gewünscht ist.

Android TV 9 kommt ohne eigene Netflix-App

Als Betriebssystem steht hier, wie auch bei allen anderen Anker Nebula-Projektoren, das bekannte Android TV 9.0 mit einer speziellen Nebula UI bereit. Das System dürfte vielen schon von Smart TVs bekannt vorkommen – dort gibt es aber auf einigen Geräten bereits das neuere Android TV 10. Ob und wann der Anker Nebula Cosmos Max dieses Update bekommen wird, ist bisher nicht bekannt. Zum aktuellen Stand dieses Artikels lief mein Beamer-Exemplar auf Android TV 9.1.61 (Android Pie). Wie eingangs bereits erwähnt, bietet das Betriebssystem über 7.000 Anwendungen, die sich installieren lassen, darunter auch viele Mediatheken bekannter TV-Sender (ARD, ZDF, arte etc.), Dienste wie YouTube, Apple TV+, Amazon Prime Video, DAZN, Vimeo, Dailymotion und mehr. Ein altbekanntes Problem gibt es unter Android TV 9 weiterhin: Eine native Netflix-App bietet der App Store leider nicht. Man muss hier umständlich auf die Nebula Manager-Anwendung zurückgreifen und kann dann eine wenig performante und schwer zu steuernde Netflix-App laden. Auch der noch junge Streamingdienst Disney+ kann nur auf diesem Weg installiert werden.

Musiktechnisch gibt es eine native Spotify-App, Amazon Music, YouTube Music sowie die bekannten Webradio-Dienste TuneIn und myTuner Radio, allerdings kein Apple Music. Da der Beamer auch kein natives AirPlay unterstützt, sollte man sich bewusst sein, dass Musik vom Smartphone oder Tablet lediglich im Bluetooth-Speaker-Modus des Nebula Cosmos Max abzuspielen ist – oder man greift auf eine der im Google Play Store erhältlichen AirPlay-Drittanbieter-Apps zurück, beispielsweise AirScreen. Das funktioniert über kleinere Umwege und nur wenig intuitiv über mehrere Schritte, ist aber im Notfall durchaus einen Versuch wert. So funktioniert dann auch die Musikwiedergabe über Apple Music oder jede andere App über den Surround-Lautsprecher des Beamers, ebenso wie die Bildschirm-Spiegelung von MacBook und anderen Apple-Geräten. Grundsätzlich reagiert das Android TV 9-System jedoch flüssig auf Eingaben und wirkt zudem mit seinen Menüs und Einstellungs-Optionen übersichtlich. Auch eine Steuerung über den Google Assistant inklusive eigener Taste auf der Fernbedienung ist möglich.

Sehr gute Bild- und Tonqualität mit Bordmitteln

Wenn es dann um die Wiedergabe von Inhalten geht, merkt man dem Premium-Beamer auch seinen Premium-Preis an. Eine 4K-Auflösung samt maximaler Helligkeit von 1.500 ANSI Lumen, HDR10, die 4x10W-Lautsprecher mit Surround-Sound und Dolby Digital Plus lassen das Heimkino-Herz höher schlagen. Bei der Wiedergabe von Videos und Musik reicht in der Regel das gute integrierte Lautsprecher-System, das ordentlich Power und auch eine sehr gute Basswiedergabe aufweisen kann. Für den gewöhnlichen Filmabend sollte die Ausstattung in jedem Fall ausreichen, wer noch besseren oder raumfüllenderen Sound benötigt, greift bei seinem Setup wahrscheinlich sowieso auf ein externes 5.1-Surround-System zurück. Bei meinen Tests habe ich den Beamer auch mittels Dreibein-Stativ im Garten aufgestellt und die 150 Zoll auf die Garagenwand projiziert. Selbst unter Outdoor-Bedingungen leisteten die integrierten Speaker eine hervorragende Arbeit, so dass es nicht unbedingt externer Lautsprecher bedarf.

Das Bild ist, sofern man zumindest für eine leichte Abdunklung des Raumes sorgt, wirklich hervorragend: Kontrastreich, hell, gestochen scharf und mit lebendigen Farben. Wer möchte, kann für die optimale Darstellung in den Einstellungen das Bild über drei Modi (Standard, Büro und Film) ändern sowie die Farbe der Projektionsfläche auswählen. 4K-Videos bei YouTube wurden jederzeit flüssig und mit realistischem Farbspektrum wiedergegeben. Lediglich bei einem 4K HDR-Kaminfeuer gab es übersättigte Farben, wenn der HDR-Modus aktiviert war. Wie bei den meisten Beamern kann auch der Nebula Cosmos Max nicht auf einen Lichthof verzichten – im Vergleich zum kleinen Bruder, dem Nebula Solar Portable, ist dieser allerdings deutlich weniger hell und wird somit nicht ganz so störend empfunden. Durch eine Montage ohne größere perspektivische Verzerrung kann man dem zusätzlich entgegenwirken.

Fazit: Viele Stärken, aber auch kleinere Unzulänglichkeiten

Was bleibt also abschließend zum Anker Nebula Cosmos Max zu sagen? In seiner Preisklasse bietet der Beamer ein hervorragendes, helles Bild mit guter Farbwiedergabe, das definitiv für viel Spaß beim Ansehen von Videoinhalten sorgt. Auch die integrierten Surround-Lautsprecher machen einen sehr guten Eindruck und lassen wohl viele Beamer-Fans auf ein zusätzliches Soundsystem verzichten. Android TV 9 ist nicht mehr das allerneuestes Betriebssystem, arbeitet aber zuverlässig und übersichtlich. Zudem gibt es eine hochwertige Verarbeitung mit einem Aluminium-Korpus und ein ansprechendes Design. Zwei HDMI-Ports machen den Anschluss von externen Geräten einfach.

Im Hinblick auf externe Geräte sollte man allerdings auch im Hinterkopf behalten, dass der Nebula Cosmos Max keinen expliziten Gaming-Modus bietet und besonders für schnelle Spiele aufgrund der zu großen Lags nicht besonders gut geeignet ist. Darüber hinaus ist das Modell mit einem Eigengewicht von etwa 3,5 Kilogramm verhältnismäßig sperrig und kaum zum Transport geeignet, zudem gibt es nur wenig Flexibilität hinsichtlich der Aufstellungsmöglichkeiten und keinen integrierten Akku. Auch Netflix-Fans müssen ihre Erwartungen etwas zurückschrauben und können nur auf die improvisierte App zurückgreifen. Insgesamt ist der Anker Nebula Cosmos Max jedoch in seiner Preiskategorie ein sehr gut ausgestatteter Beamer für hochwertige Heimkino-Abende. Wer auf die 4K-Auflösung verzichten kann, findet auch noch eine abgespeckte Version mit nativen 1080p, 900 ANSI Lumen und einer Projektion bis 120 Zoll, die mit derzeit reduzierten 549,99 Euro (Amazon-Link) noch mal deutlich günstiger zu haben ist.

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