HomeKit Secure Video: So macht Apple das Smart Home sicher

Datenschutz hat Priorität

Dass Apple sich aktiv mit dem Thema Datenschutz beschäftigt, dürfte sich mittlerweile bereits herumgesprochen haben. Und mit dem Start von iOS 13 wird man auch ein Thema angehen, mit dem sich bereits viele Nutzer beschäftigt haben: Die Speicherung von Videos einer Smart Home Kamera in der Cloud. Apple will genau das mit HomeKit Secure Video deutlich besser machen als andere Hersteller.

Von denen gibt es auf dem Markt ja sehr viele, darunter auch Internet-Riesen wie Amazon oder Google mit ihren Tochter-Unternehmen Ring und Nest. Eines haben die meisten Anbieter gemeinsam: Die aufgezeichneten Videos werden nicht nur auf den Servern der Anbieter gespeichert, sondern dort auch analysiert. Nur so lässt sich etwa feststellen, ob sich nur ein Gegenstand bewegt oder eine Person im Sichtbereich der Kamera ist.

Apple geht nun einen komplett anderen Weg. Die Analyse der Daten von kompatiblem Kameras erfolgt direkt auf einem HomeKit-Hub des Nutzers, also einem iPad, HomePod oder Apple TV. Zudem werden die Daten direkt auf dem jeweiligen Gerät verschlüsselt, bevor das Video in die iCloud geladen wird. Dort kann es dann nur vom Besitzer wieder geladen und entschlüsselt werden, nicht einmal Apple soll Zugriff auf die Daten haben.

Das funktioniert natürlich nicht mit jeder Kamera, einige namhafte Hersteller haben aber bereits die Kompatibilität zugesichert: Eufy, Netatmo und Logitech. Die Hersteller haben zum Teil ja schon HomeKit-Kameras auf dem Markt, ob sie ein Software-Update erhalten oder ob neue Modelle auf den Markt kommen, ist bislang aber noch nicht klar.

In jedem Fall wird die ganze Sache relativ günstig. HomeKit Secure Video setzt lediglich ein iCloud-Speicherplan für 2,99 Euro im Monat voraus, um Videos einer Kamera für zehn Tage zu speichern, ohne dass dafür Speicherplatz abgezwackt werden müsste. Für 9,99 Euro im Monat bekommt man im Rahmen des 2-TB-Speicherplans sogar die Option, fünf Kameras zu nutzen. Zum Vergleich: Nest Aware mit 10 Tagen Speicherdauer kostet 10 Euro pro Monat, jede weitere Kamera kostet 5 Euro. Amazon bewegt sich mit Ring immerhin auf einem ähnlichen Preisniveau, hier kostet ein Monat für eine Kamera 3 Euro und für eine unbegrenzte Anzahl an Geräten 10 Euro.

Auch in Sachen Handhabung scheint Apple mit iOS 13 noch einiges liefern zu können. So ist auf dem Screenshot der neuen Funktion HomeKit Secure Video nicht nur das Kamera-Bild aus Push-Mitteilung zu sehen. Direkt darunter scheint man andere HomeKit-Geräte samt Steuer-Element anzeigen zu können, etwa ein smartes Türschloss oder eine smarte Lampe.

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