Wer mit dem Freundeskreis verreist, in einer WG lebt oder einfach regelmäßig gemeinsam essen geht, kennt das Spiel: Einer bezahlt, der nächste übernimmt die nächste Rechnung, und am Ende beginnt das große Rechnen. Wer letzteres vermeiden will, kann zur iOS-App sharepot (App Store-Link) greifen. Die Anwendung will das Aufteilen gemeinsamer Ausgaben möglichst unkompliziert abwickeln: Pot anlegen, Link oder QR-Code teilen und anschließend gemeinsam Ausgaben eintragen. Eine Registrierung ist dafür nicht erforderlich, die Änderungen werden bei allen Beteiligten sofort synchronisiert.
Der eigentliche Clou steckt beim anschließenden Ausgleichen. sharepot berechnet automatisch, wer wem wie viel schuldet, und versucht daraus möglichst wenige Überweisungen zu machen. Bezahlen lässt sich anschließend unter anderem über PayPal, Revolut, Wise, Cash App, Monzo oder per IBAN und Banking-QR. Auch bereits beglichene Beträge können markiert werden, so dass die offenen Salden aktuell bleiben. Für unterschiedliche Währungen bietet die App zudem einen festgehaltenen Wechselkurs.
Dabei will sharepot nicht nur für den klassischen Restaurantabend taugen, denn die App ist ausdrücklich für WGs, Reisen und andere gemeinsame Unternehmungen gedacht. In der Pro-Version kommen unter anderem ungleichmäßige Aufteilungen nach Prozent oder exakten Beträgen, wiederkehrende Ausgaben wie Miete oder Streaming-Abos sowie Statistiken und Budgets hinzu. Wer einen Beleg nicht manuell übertragen möchte, kann auf dem iPhone außerdem den integrierten Belegscanner verwenden. Ausgaben lassen sich auch als PDF, CSV oder Text exportieren.
Apple Watch statt Smartphone-Gefummel

Interessant ist auch die enge Verzahnung mit Apples Geräten, denn die Apple Watch lässt sich eine Ausgabe direkt am Handgelenk erfassen. Dazu wählt man einfach einen Pot aus, gibt den Betrag ein und fügt einen Titel hinzu, auf Wunsch auch per Spracheingabe. Ist das iPhone gerade außer Reichweite, wartet die Watch mit der Übertragung, bis wieder eine Verbindung besteht. Dazu kommen Home Screen-Widgets und Schnellaktionen, über die sich Ausgaben, Zahlungen oder Belege anlegen lassen.
sharepot verfolgt darüber hinaus einen sehr reduzierten Ansatz beim Umgang mit persönlichen Daten. Laut Entwickler Rupert Meier aus Berlin gibt es weder Konto noch Werbung oder Tracking. Nicht geteilte Pots bleiben demnach auf dem Gerät, und erst beim bewussten Teilen werden die entsprechenden Informationen für andere zugänglich. Für gemeinsam genutzte Zahlungseinstellungen setzt die App zudem auf eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.
Die nur rund 8 MB große Basisversion von sharepot ist kostenlos im App Store erhältlich. Wer den kompletten Funktionsumfang möchte, kann Pro entweder als Jahresabo oder als einmaligen Lifetime-Kauf freischalten. Im deutschen App-Store-Eintrag werden derzeit 9,99 Euro pro Jahr beziehungsweise 24,99 Euro für die dauerhafte Freischaltung angezeigt. Die App setzt auf iOS 18.0 oder neuer und ist für das iPhone, das iPad und die Apple Watch verfügbar. Seit den jüngsten Versionen gibt es außerdem eine Android-Variante mit plattformübergreifender Live-Synchronisierung. Weitere Infos zur App gibt es auch auf der offiziellen Website.

Nutze dafür bisher Splid und bin damit sehr zufrieden, zumal diese für beliebig viele „Töpfe“ einen sehr günstigen Einmalkauf bietet.
Werde mir Sharepot einmal anschauen, aber der Preis für Pro erscheint mir deutlich zu hoch.
Hallo Pete, ich bin der Entwickler von sharepot. Danke, dass du dir die App anschauen willst! Beim Preis hast du recht, Splid ist günstiger. Die beiden Kaufoptionen bei Splid schalten allerdings Unterschiedliches frei: Bei Splid bezahlt man für mehr Gruppen, bei sharepot für zusätzliche Funktionen: den Belegscanner, wiederkehrende Ausgaben, Statistik und Budgets. Wer das nicht braucht, braucht auch kein Pro: Drei Pots (Gruppen) sind sowieso kostenlos, ohne Werbung und ohne Tageslimit, und das Bezahlen ist schon drin. Jeder kann PayPal, Revolut oder seine IBAN hinterlegen, und die Überweisung ist per Banking-QR mit einem Tipp ausgefüllt. Ich bin gespannt, wie du es findest. Viele Grüße, Rupert
Erst mal ein Lob für das UI, empfinde ich als schöner als Splid (welches ich mal als sehr funktionell bezeichnen würde).
Etwas Schwer habe ich mich zunächst mit dem neuen Pot getan – hatte zu spät gesehen, dass ich automatisch hinzugefügt wurde und mich irritierte immer die zusätzliche leere Zeile für einen weiteren Namen, den ich nicht brauche. Dauerte auch einen Moment bis ich gefunden hatte, wie ich meine doppelte Anwesenheit wieder korrigieren konnte- aber das sind Startschwierigkeiten.
Nicht warm werde ich jedoch weiterhin mit dem Preis für „Pro“ den ich für solch ein Tool, welches ich vermutlich nur gelegentlich im Urlaub nutze, als zu hoch empfinde.
Apps müssen definitiv nicht kostenlos sein – aber das Verhältnis von Preis und Nutzung muss halt stimmen.
Zumal ich von den Pro Features nur die unterschiedliche Aufteilung benötigen würde, der Rest ist für mich uninteressant – das mag für andere anders sein.
Noch ein Hinweis, was mir bei der Nutzung von Splid als fehlend aufgefallen ist: Ich habe Flüge für alle reserviert und die Fluggesellschaft hat einen Teil davon für 2 von 4 Personen an mich erstattet – dafür sollte es möglich sein eine negative Ausgabe eingeben zu können .. wir haben das dann über eine Zahlung der anderen an mich verrechnet, ist aber nur ein Workaround.
Viel Erfolg noch, auch wenn ich zunächst bei Splid bleiben werde, nicht zuletzt, da ich dort schon gekauft habe.