Astropad: Produktivitäts-App verwandelt das iPad in ein Grafiktablett für Photoshop und Co.

Glaubt man den Aussagen der Astropad-Entwickler, kann die eigene Anwendung ein übliches Grafiktablett ersetzen.

Astropad

Wer präzise und effektiv in Kreativ-Apps wie der Adobe-Familie, in Corel Painter oder Affinity arbeiten will, ist im Normalfall auf ein Grafiktablett, beispielsweise von Wacom, angewiesen. Mit der iPad-App Astropad (App Store-Link), die für 29,99 Euro im deutschen App Store erhältlich ist, soll man sich diese Investition sparen können, indem das touchbasierte Display des iPads in ein Grafiktablett verwandelt wird. Die etwa 20 MB große App erfordert iOS 8.0 oder neuer auf dem Gerät und kann in englischer Sprache genutzt werden.

Für die Verwendung von Astropad im Zusammenhang mit einem Desktop-Rechner ab OS X 10.9 Mavericks ist vorab der Download des kostenlosen Astropad-Mac-Companions unter astropad.com/mac notwendig. Die Installation und das Setup sind binnen Sekunden erledigt, die Verbindung zwischen Mac und iPad erfolgt, sofern ein gemeinsames WLAN-Netzwerk vorhanden ist, automatisch und zuverlässig.

Die Entwickler von Astro geben an, dass selbst im WLAN-Modus flüssige Übertragungen von bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich sind – für ein optimales Zeichenerlebnis sollte man aber besser auf eine kabelgebundene USB-Verbindung setzen. Astropad unterstützt alle iOS-Eingabestifte und kann auch mit drucksensitiven Styli und Bluetooth-Stiften verschiedener Hersteller, darunter der Apple Pencil, Pencil von FiftyThree, Adonit, Wacom, Pogo Connect und Hex3, genutzt werden.

„Da es für die kreativen Bedürfnisse der Profis entwickelt wurde, verhält sich Astropad realitätsgetreu gegenüber dem Ausgangsmaterial, wenn es um farbkorrigierte Ergebnisse und Retinaauflösung geht. Sie sehen auf Ihrem iPad absolut das Gleiche wie auf Ihrem Mac“, so heißt es seitens der Macher von Astropad im App Store.

Spezielle „Liquid“-Technologie für flüssiges Arbeiten

Im Grunde genommen ist die Anwendung damit so etwas wie eine Screen Mirroring-Anwendung, die es erlaubt, einen Bereich des Mac-Screens auf das iPad zu projizieren, um dort entsprechende Zeichenaktivitäten vorzunehmen. So kann beispielsweise ein Bereich in Adobe Photoshop, Illustrator, Affinity oder Pixelmator definiert werden, der auf dem iPad angezeigt und zum Zeichnen verwendet wird.

Um für möglichst hochwertige Ergebnisse und ein stressfreies Arbeiten zu sorgen, hat das Astro-Team eine Technologie namens Liquid entwickelt, die für eine hervorragende Leistung und Bildqualität garantieren soll. Sie ist laut eigener Aussage „zweimal schneller als AirPlay, besser als das qualitativ hochwertigste JPEG und speziell entwickelt für Wi-Fi“. Bei meinen ersten Tests lief die drahtlose Verbindung über das heimische WLAN-Netzwerk flüssig, ohne Ruckler und Abbrüche. Profis werden zwar wohl auch weiterhin auf entsprechende Grafiktabletts der bekannten Hersteller setzen, aber wer sich den Kauf eines solchen Equipments für gelegentliche Zeichen-Sessions sparen will, sollte Astropad durchaus einen genaueren Blick schenken.

Astropad Standard
Astropad Standard
Entwickler: Astro HQ
Preis: 32,99 €

Kommentare 9 Antworten

  1. Astropad Mini gibts grad gratis, diese Version hat auch schon mal 9.99 gekosten… Also, ich wart dann mal und nutz bis dahin mein Grafiktablett…

  2. […] Profis werden zwar wohl auch weiterhin auf entsprechende Grafiktabletts der bekannten Hersteller […]
    Es gibt mehrere Hersteller? Im Profi-Bereich? Ich kenne nur Wacom. Und die haben leider keine Konkurrenz. Von daher wäre so eine Lösung wirklich interessant. Geradezu überfällig! Und mit dem Apple Pencil hat man ein vergleichbares Eingabegerät (Spitze des Pen!) ….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Copyright © 2019 appgefahren.de