EcoFlow River Pro: PowerStation mit 720 Wh samt 160W-Solarpanel ausprobiert

Zehn Anschlüsse für alle Lebenslagen

Erst kürzlich haben wir euch mit unserem Jackery-Gewinnspiel den Markt der mobilen PowerStations schmackhaft gemacht. Mit EcoFlow gibt es seit einiger Zeit auch einen weiteren Hersteller von PowerStations und Solarpanel, der verschiedene Produkte für unterschiedliche Bedürfnisse anbietet. Wir konnten uns in den vergangenen Wochen den EcoFlow River Pro (Amazon-Link), eine PowerStation mit 720 Wh Kapazität, sowie das dazugehörige 160W-Solarpanel genauer ansehen.

Aktuell gibt es die EcoFlow River Pro PowerStation im Set mit dem 160W-Solarpanel zum Preis von 1.168 Euro bei Amazon – mehr benötigt man nicht, um über das Sonnenlicht entsprechend Energie zu erzeugen und diese zu speichern. Die EcoFlow River Pro Station ist etwa 7,6 Kilogramm schwer und etwa 29 x 18 x 23,5 cm groß, verfügt über insgesamt zehn Anschlüsse, darunter auch zwei Steckdosen mit 600W Output, drei USB-A-Ports (einer davon mit 18W-Fast Charge) und einem USB-C-Port (100W Output) und einem DC-Output mit 13.6V und max. 3A per Port. Aufgeladen werden kann die PowerStation entweder über einen 12V-Anschluss am Auto, über das mitgelieferte Ladekabel, oder eben auch über das optional erhältliche Solarpanel. Letzteres liegt mir in der 160W-Variante vor, der River Pro unterstützt dabei maximal 200W.


Das Auspacken und die Installation ist schnell über die Bühne gebracht: Hat man die beiden Produkte aus ihrer Verpackung befreit, kann die PowerStation direkt über das Ladekabel an einer handelsüblichen EU-Steckdose in etwa 2 Stunden voll aufgeladen werden. Dafür sorgt eine patentierte X-Stream-Technologie von EcoFlow.

Komplette Ladung per Solarpanel in etwa 6 bis 8 Stunden

Etwas länger dauert es dann mit dem Solarpanel: Hier sorgt eine Umwandlungsleistung von 21 bis 22 Prozent für eine komplette Ladung der PowerStation je nach Ausrichtung und direkter Sonneneinstrahlung in 6 bis 8 Stunden. Das Solarpanel besteht aus vier miteinander verbundenen, faltbaren Elementen, ist nach IP67 staub- und wasserbeständig, verfügt über eine ETFE-Folie zum Schutz vor UV-Strahlen, und wird inklusive einer Transporttasche mit Handtragegurt ausgeliefert.

Für das Aufstellen des Panels ist die Tasche von großer Bedeutung, da sich im Inneren vier Karabiner befinden, in die das Solarpanel über entsprechende Ösen eingehakt werden kann. Die Inbetriebnahme und das Zusammenbauen des Panels empfand ich im direkten Vergleich zum Jackery-Panel jedoch als etwas mühsam, da die Transporttasche die Panel nur in der Mitte mit den Karabinern hält, die beiden äußeren Solar-Elemente jedoch ohne große Stabilität seitlich etwas nachgeben. Hier hätte ich mir rückseitige abklappbare Ständer für alle vier Elemente gewünscht, was einen deutlich stabileren Stand ermöglicht hätte.

Zahlreiche Ladezyklen für Kleingeräte

Hat man den Aufbau jedoch erst einmal bewältigt, liefert das Solarpanel im richtigen Winkel zur Sonne schnell über 100W, was das Farbdisplay des EcoFlow River Pro auch direkt anzeigt. Ich habe des öfteren meine PowerStation samt Solarpanel am Morgen in den Garten gestellt, im Verlauf des Tages die Position dem Sonnenverlauf etwas angepasst, und konnte an sonnigen Tagen so am späten Nachmittag oder gegen Abend auf eine voll geladene PowerStation zurückgreifen.

Mit einer vollen Ladung des EcoFlow River Pro sollte man problemlos ein Wochenende mit dem Wohnmobil, Camper oder auf einem Festival überstehen können – sofern nicht gleich zwei Wasserkocher oder Herdplatten gleichzeitig mehrmals am Tag werkeln. Gerade für Kleingeräte wie die AirPods, ein iPhone oder eine Apple Watch fallen nur wenige Prozentpunkte ab. Selbst mein iPad Pro 11″ verbrauchte mit einer vollen Ladung lediglich etwa 12 bis 13 Prozent des verbauten Akkus. Anders sieht es mit stromhungrigeren Geräten am Steckdosen-Anschluss aus. Das Erhitzen von 500 ml Wasser mit einem handelsüblichen Wasserkocher kann schon mehrere Minuten in Anspruch nehmen und verbraucht bei angeschaltetem Lüfter der PowerStation auch gleich rund 20 bis 25 Prozent des Akkus.

Praktische Extras: Notfall-Lampe und iOS-App

Dass der Hersteller sich auch abseits der Standard-Funktionen Gedanken über kleine Extras gemacht hat, ist lobenswert. So findet sich an der Vorderseite der PowerStation eine kleine LED-Lampe, die man als Notfall-Licht verwenden kann. Sie lässt sich mit einem Knopfdruck aktivieren, bei einem zweiten Knopfdruck in der Helligkeit intensivieren, und bei einem dritten Pressen des Buttons für ein SOS-Signal verwenden.

Auch eine EcoFlow-App (App Store-Link) ist vorhanden, die sich mit der PowerStation verbinden lässt, um so den Status der PowerStation im Überblick zu behalten. Sie liefert in Echtzeit Hinweise zum Eingang, Ausgang und verbundene Add-Ons und kann so beispielsweise prüfen, wie viel Solarenergie man gerade bezieht oder auch die Wechselstrom-Ausgänge ausschalten, um Strom zu sparen. Nachdem man sich zunächst mit dem WLAN der PowerStation verbunden hat, kann man die App dann ins eigene (2.4 GHz-)WLAN einbinden und erhält so aktuelle Daten direkt aufs iPhone oder iPad. Während meines Testzeitraums habe ich von der App allerdings kaum Gebrauch gemacht, trotzdem ist es eine nette Addition.

Grundsätzlich fällt mein Fazit für dieses praktische Gadget sehr positiv aus: Die 720Wh Kapazität der EcoFlow River Pro PowerStation sollte für viele Bereiche des täglichen Lebens, für den kleinen Campingurlaub, das Festival oder weitere Angelegenheiten absolut ausreichend sein. Lediglich die Aufstell-Möglichkeit des Solarpanels dürfte einer kleinen Überarbeitung und Vereinfachung nicht schaden. Die PowerStation verfügt davon abgesehen aber über ein gut ablesbares und aufschlussreiches Farbdisplay mit den wichtigsten Infos, hält als Extras eine kleine Notfall-Leuchte und eine zugehörige iOS-App bereit, und lädt vor allem über das optionale, leistungsfähige Solarpanel binnen 6 bis 8 Stunden an einem sonnigen Tag den Akku komplett wieder auf. Von mir gibt es für die EcoFlow River Pro PowerStation daher eine absolute Empfehlung. Weitere Infos gibt es auch auf der Produktseite von EcoFlow.

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Kommentare 4 Antworten

  1. Sieht spitze aus, dass sich die Konkurrenz etwas belebt.

    Allerdings als Anmerkung für Lagersicherheit von insbesondere solcher großen Akkus, sollte man sie zuhause ungenutzt (oder beim Aufladen) am besten in einen Brandschutzbehälter stellen.

    Bei den guten Marken passiert selten etwas – aber selbst da, wenn etwas passiert, ist der Brand kaum aufzuhalten und würde wegen all dem Qualm die meisten Leute in Panik versetzen. Es ist schon das ein oder andere Haus abgebrannt, wo es leicht zu vermeiden wäre.

  2. wenn ich den richtign gefunden habe, hat der Wasserkocher 2200 W, ich würde den niemals in eine Steckdose anschließen, die nur 600 W liefert

  3. Wenn ich 1 1/2 Meter hoch wäre, würde ich mir auch keinen Anzug für 2 Meter-Menschen kaufen. Empfehlung: Kaufe doch einfach (so du kannst) das was du dir zu leisten vermagst!
    Ganz einfach, ausser für Schlaumeier!!??

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