Huawei FreeBuds Neo im Test: Neue In-Ears überzeugen mit tollem Klang und Tragekomfort

Huawei FreeBuds Neo im Test: Neue In-Ears überzeugen mit tollem Klang und Tragekomfort

Ich habe sie bereits ausprobiert

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Huawei FreeBuds Neo werden in einer Stadtszenerie von einer Person getragen

Am 2. September dieses Jahres haben wir erstmals über die neuen Huawei FreeBuds Neo berichtet, die während eines Produkt-Events in München in der gleichen Woche erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden sind. Die True Wireless-In-Ears sollen vor allem beim Klang überzeugen: Dafür steckt in den Ohrhörern ein neuer Turbo-Treiber, der laut Hersteller einen Frequenzbereich von 10 Hz bis 48 kHz abdeckt. Zusammen mit Spatial Audio soll dadurch ein besonders räumlicher Höreindruck entstehen. Ziel ist, auch feine Details wie Atemgeräusche, den Nachhall einer Saite oder kleine Nebengeräusche zwischen den Instrumenten hörbar zu machen.

Damit solche Details nicht im Alltagslärm untergehen, bringen die FreeBuds Neo eine aktive Geräuschunterdrückung (ANC) mit. Huawei verspricht eine Reduzierung von Umgebungsgeräuschen um bis zu 30 Dezibel, insbesondere bei mittleren und hohen Frequenzen. Ein Audio-Chip der dritten Generation soll die Geräuschunterdrückung innerhalb von Millisekunden an wechselnde Situationen anpassen. Gleichzeitig möchte Huawei das bei ANC-In-Ears häufig auftretende Druckgefühl möglichst vermeiden.


Zwei Geräte gleichzeitig und kompatibel mit vielen Plattformen

Zwei Farben der Huawei FreeBuds Neo: Pink und Silber
Zwei Farben der Huawei FreeBuds Neo: Pink und Silber.

Auch beim Tragekomfort setzt Huawei auf Feinarbeit: Mit lediglich 4,8 Gramm pro Ohrhörer gehören die FreeBuds Neo zu den leichteren Vertretern ihrer Klasse. Die Form basiert laut Hersteller auf zahlreichen Ohrvermessungen und wurde zusätzlich mit Hilfe von Bewegungssimulationen optimiert, damit die Buds möglichst wenig verrutschen. Ein kurzer Stiel soll sich an die Kontur des Ohrs anschmiegen. Das Ladecase kommt passend dazu mit einer kompakten, rundum gewölbten Form daher und lässt sich innerhalb von 70 Minuten inklusive Ohrhörer voll aufladen. Eine Ladung reicht für bis zu 6,5 Stunden bei aktiviertem ANC und 10 Stunden ohne ANC. Aufgeladen wird das kompakte Case über USB-C, auf kabelloses Qi2-Laden muss man allerdings verzichten. 

Auch wer mehrere Betriebssysteme im Alltag nutzt, hat bei den Huawei FreeBuds Neo keine Probleme zu befürchten, denn die neuen In-Ears funktionieren mit iOS, Android und Windows. Über die kostenlose Huawei Audio Connect-App lassen sich unter anderem Klangprofile und ANC einstellen, der Akkustand prüfen und die Ohrhörer wiederfinden. Praktisch für den Alltag ist auch Multipoint: Zwei Geräte können gleichzeitig verbunden bleiben, selbst wenn unterschiedliche Betriebssysteme genutzt werden. Wer eine Huawei-Smartwatch besitzt, kann die Ohrhörer zudem direkt über die Uhr steuern.

Das sind meine ersten Eindrücke zu den FreeBuds Neo

Huawei FreeBuds Neo in Weiß samt Verpackung
Ich habe die weiße Variante der FreeBuds Pro zugeschickt bekommen.

Ich hatte schon vor dem Marktstart der Huawei FreeBuds Neo die Gelegenheit, die neuen True-Wireless-In-Ears im Rahmen eines Tests ausprobieren zu können. Mir wurde die weiße Farbvariante zugeschickt, die bis auf den deutlich kürzeren Stiel designtechnisch an Apples AirPods Pro erinnern. Insgesamt stehen vier Varianten zur Auswahl: Silber, Rosa, Weiß und Schwarz. Normalerweise kommen bei mir im Alltag die AirPods Pro 3 zum Einsatz, daher war ich nun sehr gespannt, wie sich die Neuerscheinung aus dem Hause Huawei schlagen würde.

Geliefert werden die FreeBuds Neo in einem für Huawei typischen weißen Karton, in dem sich neben den beiden Earbuds auch das Ladecase sowie insgesamt vier Paare Silikonstöpsel in den Größen XS, S, M und L befinden. Auf ein beiliegendes USB-C-Ladekabel, und sei es auch noch so kurz, verzichtet der Hersteller mittlerweile. Das kann man aus Umweltschutzgründen befürworten, jedoch wäre zumindest ein kurzes Kabel wünschenswert – denn nicht immer hat man nach dem Kauf der Kopfhörer auch direkt ein Ladekabel vorliegen. 

Design und Tragekomfort

Huawei FreeBuds Neo mit Ladecase und Verpackung auf einem Schreibtisch
Das Ladecase der Huawei FreeBuds Neo ist ein echter Handschmeichler.

Spannend ist vor allem das Design der Huawei FreeBuds Neo, das gerade in meiner weißen Farbvariante sehr an Apples AirPods Pro erinnert. Allerdings setzt das Unternehmen auf einen deutlich kürzeren Stiel, mit dem sich Steuerungsoptionen über Touch- und Wischgesten vornehmen lassen. Grundsätzlich empfinde ich es als angenehmer, kürzere Stiele am Ohr zu haben – wer schon einmal einen Pullover mit AirPods Pro im Ohr ausgezogen hat, weiß, wovon ich spreche – gleichzeitig erschweren diese aber die Fingergesten ein wenig. Hier braucht es etwas Übung, zumal beispielsweise für den Wechsel zwischen ANC/Transparenz/Normal ein längerer Touch auf dem Stiel vonnöten ist. Zum Glück sagt eine Stimme eine erfolgreiche Aktion an, „Awareness“, „Noise Cancelling“ oder „Off“, so dass man jederzeit weiß, ob das Drücken des Stiels erfolgreich war. Ein schneller Doppeltipp auf den Earbud pausiert die Musik.

Da ich schon des öfteren so meine Probleme mit In-Ears und Semi-In-Ears gehabt habe, was den Tragekomfort und den sicheren, bequemen Sitz im Ohr gehabt habe, war ich natürlich auch sehr gespannt, wie sich die FreeBuds Neo hier schlagen werden. Im Februar dieses Jahres hatte ich bereits die aktuellen Flaggschiff-In-Ears von Huawei, die FreeBuds 5 Pro, ausprobiert, und war dort sehr zufrieden gewesen, was den Tragekomfort im Ohr angeht. Und erfreulicherweise stehen auch die FreeBuds Neo diesem in nichts nach: Die beiden Earbuds sitzen selbst bei meinen kleinen Ohrmuscheln fast wie angegossen, und beim Tragen merke ich sie so gut wie gar nicht. Auch ein unangenehmes Druckgefühl im Gehörgang, das man manchmal bei In-Ears wahrnimmt, ist hier nicht vorhanden.

Überraschend toller Sound

Detailaufnahme der Huawei FreeBuds Neo in Silber
Detailaufnahme der Huawei FreeBuds Neo in Silber.

Obwohl die Huawei FreeBuds Neo kein Flaggschiff-Modell wie die FreeBuds 5 Pro des Herstellers sind, war ich vom Klang sehr angetan. Die In-Ears liefern einen vollen, warmen Sound, setzen auf lebendige Höhen und einen angenehm kräftigen Bass, der präsent ist, ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Wer gerne elektronische Musik hört, wird begeistert sein, aber auch andere musikalische Genres lässt der Kopfhörer im Glanz erstrahlen. Auch das Klangbild an sich ist durch Head-Tracking und Raumklang-Features sehr offen, weit gefasst und fühlt sich nicht so eng im Kopf an, wie es bei einigen anderen In-Ears und Semi-In-Ears der Fall ist. 

Bei der aktiven Geräuschunterdrückung und im Transparenz-Modus haben die AirPods Pro 3 zwar weiterhin leicht die Nase vorn, Huawei hat den Abstand aber deutlich verkürzt. Dazu kommen eine hochwertige Verarbeitung und zahlreiche praktische Funktionen wie eine Gesprächserkennung, Bluetooth 6.0, ein Multi-EQ und eine Wasserdichtigkeit nach IP55, wodurch die FreeBuds Neo insgesamt als rundes und technisch gut ausgestattetes Gesamtpaket auftreten. Von mir bekommt die Neuerscheinung für alle Personen, die einen guten, ausgewogenen Klang schätzen, aber nicht gleich mehr als 200 Euro für die AirPods Pro 3 ausgeben wollen, eine absolute Empfehlung.

Die Huawei FreeBuds Neo sind seit dem 2. September 2026 für 129 Euro erhältlich und werden sowohl bei Amazon als auch über den Huawei Online Store sowie den Huawei Flagship Store in Berlin verkauft. Zum Marktstart gibt es online bis zum 19. Oktober 2026 einen Rabatt von 20 Euro, so dass der Kaufpreis auf 109 Euro sinkt. Auch Amazon zieht bei dieser Preisaktion mit und bietet die Huawei FreeBuds Neo sogar für 108 Euro bis zum 1. Oktober 2026 in allen vier Farboptionen an.

Angebot
HUAWEI FreeBuds Neo Kabellose In-Ear-Kopfhörer, 4,8 g, IP 55, Silber
  • Ultraleichte In-Ears dank Mini-Stiel - für angenehmen Tragekomfort: Die eleganten Earbuds mit ihrer modernen Silhouette werten deinen Look sofort auf...
  • Adaptives Noise-Cancelling: Die HUAWEI FreeBuds Neo Noise-Cancelling-Kopfhörer verfügen über eine zweikanalige Geräuschunterdrückungsarchitektur...
 

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Mel
Ich bin seit 2011 Teil des appgefahren-Redaktionsteams und war schon immer an Innovationen im Tech-Bereich und Gadgets interessiert. Wann immer es praktisches Outdoor-Zubehör oder interessante Foto-Apps gibt, bin ich Feuer und Flamme, denn auch in meiner Freizeit bin ich gerne mit dem Rad oder der iPhone-Kamera unterwegs. Seit einiger Zeit nutze ich aktiv das Fediverse und berichte über neue Apps, Dienste und Entwicklungen.

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