Fingerspiele: Lustige Reime für die Jüngsten

Anstatt seinem Kind das iDevice zum unkontrollierten Doodle Jump-Daddeln in die Hand zu drücken, haben die deutschen Software- Entwickler von Palugu eine sinnvolle Alternative für Eltern, Erzieherinnen und Kinder geschaffen.

Das Fingerspiel „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen“ sollte jedem noch im Gedächtnis sein: in Zusammenarbeit mit Kitakram.de ist nun eine Sammlung von 40 Fingerspielen für Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren zum Preis von 1,59 Euro in Form einer App erschienen.

Sie richtet sich vor allem an Erzieher/innen im Kindergarten und junge Eltern, die die motorischen und sprachlichen Fähigkeiten ihrer Kleinen schulen wollen. Durch das rhythmische Wiederholen von Wörtern und Sätzen erweitert das Kind spielerisch seinen Wortschatz und lernt, dass Wörter aus Silben zusammengesetzt sind.

Übersichtliches Layout
Die App ist mit kleinen 1,6 MB ein Leichtgewicht unter den mobilen Programmen und lässt sich dementsprechend schnell laden. Nach einem Startbildschirm wird man sofort ins Hauptmenü gelenkt, in dem man nicht nur eine ausführliche Ein- und Anleitung zur Benutzung der App findet, sondern auch 5 thematisch sortierte Kategorien. „Jahreszeiten“, „Tiere“, „Kinder unter 3“, „Freundschaft“ sowie „Abenteuer und Gruseliges“ lassen sich auswählen.

Entscheidet man sich für eine der Thematiken, bekommt man gleich einen ersten passenden Fingerreim vorgestellt. Mit Wischbewegungen lässt es sich bequem durch die weiteren Reime der Kategorie navigieren. Fast jede der Übungen ist zudem bebildert sowie mit entsprechenden Anleitungen versehen, so dass das Verstehen der Abläufe leicht fallen sollte.

Fehlende Bebilderung
Und hier setzt schon der erste Kritikpunkt an: Beim ersten Testen (ohne Kind) fiel sofort auf, dass viele der Reime sehr umfangreich sind. Nicht selten findet man mehrere lange Strophen, die vom Erwachsenen zunächst auswendig gelernt werden müssen, damit man sie dem Kind nachträglich beibringen kann. Zudem sind einige der motorischen Anweisungen nicht auf Anhieb verständlich, da sie nur beschrieben werden, aber nicht mit Bildern versehen sind. Die Verwirrung des erwachsenen „Lehrmeisters“ ist somit vorprogrammiert.

Die Entwicklung der App steckt im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Kinderschuhen. Wünschenswert wären auf jeden Fall eine komplette Bebilderung der einzelnen Schritte oder eingebaute Videoclips zur Durchführung der Reime sowie eine weitere Kategorisierung nach Länge oder Schwierigkeitsgrad.

Ob die wenigen bislang vorhandenen Funktionen und das einfach gehaltene Layout der App jedoch einen Preis von 1,59 Euro rechtfertigen, muss jeder für sich selbst entscheiden. Trotzdem wird diese App unter jungen Eltern oder Erzieher/innen, die ihre Jüngsten für pädagogisch wertvolle Reime begeistern wollen, sicherlich großen Anklang finden.

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Lomografie auf dem iPhone: LomoLomo Pro

Analoge Toycams mit Überraschungseffekten erfreuen sich seit geraumer Zeit wieder größter Beliebtheit. Wer sein Kameraequipment mal zu Hause lassen will, sollte definitiv einen Blick auf LomoLomo Pro werfen.

Bevor wir loslegen, wollen wir schnell noch eine Frage klären: Lomografie, was ist das eigentlich? Diese Stilrichtung der Schnappschussfotografie ist vor einigen Jahren wieder groß in Mode gekommen und als krasser Gegenpol zur digitalen – und vor allem professionellen – Fotografie zu sehen: Bilder, die mit billigen Plastikkameras voller Lichtlecks aus der Hüfte aufgenommen werden und ulkigste Effekte wie Vignettierungen am Rand oder extrem hohe Kontraste produzieren. Als Vorbild der Lomografie dient bis heute die sowjetische LOMO, die jedoch zu ihrer Zeit ganz und gar nicht den Anspruch einer hippen Schnappschusskamera inne hatte.

Auch im App Store scheint der Hype um die Lomografie-Kameras um sich gegriffen zu haben. Mit Hipstamatic, Retro Camera Plus und Instagram, um nur einige zu nennen, bieten sich vielfältige Möglichkeiten, seinem Lomo-Hobby nachzukommen. Mit LomoLomo Pro ist eine neue App hinzugekommen, die sogar von Apple unter „neu und beachtenswert“ eingestuft wurde. Aus diesem Grund haben wir uns die 79 Cent teure App geladen und sie auf Herz und Nieren geprüft – lohnt sich der Kauf, oder sollte man besser zu Alternativen greifen?

Auswahl zwischen verschiedenen Kameras
Als Fotografie-Addict und Besitzerin einer Holga-Lomo-Kamera interessiert mich natürlich zu allererst der Umfang und die fotografischen Ergebnisse der App. Das Layout der LomoLomo Pro ist ganz im Retro-Stil gehalten und beinhaltet neben dem eigentlichen Kamerafenster mit kleinem Sucher auch das Auswahlmenü für das Kameraequipment, leider vermissen wir die Retina-Unterstützung für das iPhone 4. In diesem kann man zwischen zwei verschiedenen Kameras (die „Diana“ und die „ActionSampler“, letztere fertigt vier Fotos kurz hintereinander an und setzt diese in einem Foto zusammen) auch die Farblinsen (derer neun) und verschiedene Bilderrahmen (sechs an der Zahl) auswählen.

Hat man sich für eine Kombination aus Kamera, Linse und Rahmen entschieden, geht es zurück ins Kamerafenster, in dem man seine Bilder schießen kann. Wer wirklich spontane Schnappschüsse plant, sollte den Regler zur Bildgröße auf „normal“ setzen, dann dauert die Entwicklung des Fotos nur etwa 5 Sekunden – in hoher Auflösung muss man etwa 11 lange Sekunden bis zum nächsten Shot warten. Die Bildergebnisse können sich sehen lassen: in hoher Auflösung kommt man auf 1936×1936 Pixel, die normale Auflösung bietet allerding nur 800×800 Bildpunkte.

Wer nach der Fotosession noch Lust verspürt, seine Kunstwerke der großen weiten Welt zu präsentieren, kann auf der Lomo Wall Fotos direkt aus der App hochladen. Auch eine Unterstützung für einschlägige soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter wird geboten. Kritik hier: Rezensionen im App Store bemängeln, dass man einmal hochgeladene Fotos nicht mehr löschen kann und diese zudem noch mit Ortungsinformationen versehen sind. Hoffentlich bessern die Entwickler dort bald nach – ich habe aufgrund dieser Infos meine Lomo-Fotos für mich behalten. Zumindest mit dem erstgenannten Problem muss man allerdings bei allen Foto-Hochlade-Apps leben, die Ortungsdienste können im Zweifel in den iOS-Einstellungen deaktiviert werden.

In-App-Käufe trüben den Spaß
Was nicht unerwähnt bleiben sollte, sind die enttäuschenden In-App-Käufe von LomoLomo Pro. Für jeweils 0,79 Euro lassen sich bis zu fünf weitere Kameratypen installieren, unter anderem eine Ultraweitwinkel-Kamera („Fisheye“) und eine TiltShift-Knipse zum Erstellen von miniaturähnlichen Fotos. Rechnet man alle In-App-Käufe zusammen, kostet die LomoLomo Pro plötzlich 4,74 Euro. Ganz gemein ist hier der direkte Vergleich zur kostenlosen LomoLomo-App des gleichen Entwicklers: um dort den vollen Umfang der App zu erlangen, müssen ganze zehn In-App-Käufe getätigt werden, was mit 7,90 Euro zu Buche schlägt. Hier empfiehlt es sich, auf jeden Fall gleich das umfangreichere LomoLomo Pro-Basispaket für 0,79 Euro zu erstehen.

Wie schneidet nun die LomoLomo Pro im Vergleich mit anderen Retro-Kamera-Apps ab? Für wirkliche Knipsfans ist diese App, insbesondere aufgrund ihrer vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, sicherlich zu empfehlen – wer jedoch nicht Unmengen an verschiedenen Linsen und Kameratypen braucht, dem sei zum kostenlosen Einstieg eher die hervorragende Retro Camera Plus angeraten.

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Speck Fitted: Schottenlook fürs iPhone 4

Cases für das iPhone 4 gibt es mittlerweile wie Sand am Meer – doch das Speck Fitted Tartan Plaid sticht ganz besonders hervor.

Wer kennt das nicht? Das neue iPhone liegt jungfräulich glänzend vor einem und schreit förmlich danach, mit einer Schutzhülle versehen zu werden. Klickt man sich einmal bei eBay durch die gefühlten 1.348.397 Angebote zum Suchergebnis „iPhone 4 Schutzhülle“, bemerkt man nicht nur gravierende Preis-, sondern spätestens nach dem Erhalt der Ware auch Qualitätsunterschiede. Oft schaut man frustriert im Nachhinein auf das 2,99 Euro teure Case aus China und denkt sich, „You get what you paid for“.

Dass Qualität auch seinen Preis hat, beweist das amerikanische Unternehmen Speck: mit 29,99 Euro (zum Beispiel bei Amazon) oder 19,99 Euro (bei eBay) ist das hauseigene Speck Fitted Tartan Plaid nicht gerade billig. Wer dennoch die knapp 30 Euro für den Schutz des eigenen iPhone 4 investiert, wird für seinen Mut belohnt.

Anders als viele sogenannte „Click-On-Cover“, etwa das Incipio Feather oder das Case-Mate Barely There, besteht das Speck Fitted aus zwei Teilen: einer stabilen Rückseite, in die das iPhone 4 gebettet wird, sowie einem Rahmen, der von oben aufgeklickt wird. Die Rückseite lässt selbstverständlich Platz für die Kameralinse und das Blitzlicht, und auch im Rahmen sind genügend große Aussparungen für den Sleep/Wake-Button, die Kopfhörerbuchse sowie die seitlichen Mute- und An/Aus-Schalter.

Eines der Höhepunkte des Speck Fitted ist sicherlich die originelle Rückseite. Zwar läßt sie keinen Blick mehr auf das obligatorische Apple-Logo zu (wer’s braucht…?), aber kommt mit verschiedenen echten Baumwollstoffbezügen zur Auswahl. In meinem Fall ist dies ein eher gröberer, schwarz-weiß karierter Tartan-Stoff, umgangssprachlich auch „Schottenkaro“ genannt. Dieser wirkt nicht nur hochwertig, sondern ist auch exzellent in den hinteren Rahmen eingearbeitet, so dass keine Überstände oder Stofffasern stören.

Was den ansonsten durchweg positiven Eindruck des Speck-Cases etwas trübt, ist unter anderem die Tatsache, dass Staubreste durch den überstehenden Rahmen kaum mehr vom Display ab-, sondern vielmehr in den Rahmen gewischt werden. Weiterhin lässt sich das Case, einmal angebracht, nur extrem schwer wieder lösen, so dass es für Dockingstation- und KFZ-Halterungs-Besitzer kaum mehr in Frage kommt. Auf der YouTube-Plattform gibt es nicht umsonst schon haufenweise Videobeiträge zum Thema „Wie bekomme ich mein Speck Fitted wieder vom iPhone runter?“.

Alles in allem jedoch ein rundum gelungenes und stilvolles Case, welches das iPhone zwar etwas dicker auftragen, aber auch besser in der Hand liegen lässt. Und den Schutz gibt es – ganz sparsam-schottisch – sogar gratis dazu.

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