„Qualität statt Quantität“: Eddy Cue spricht bei SXSW-Panel über Apples Video-Pläne

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Mel 13. März 2018, 20:10 Uhr

Im Rahmen einer öffentlichen Interview-Session bei der aktuellen SXSW-Veranstaltung („South by Southwest“) hat sich Eddy Cue zu mehreren relevanten Themen Apples geäußert.

SXSW 2018 Eddy Cue

Das SXSW ist eine jährlich stattfindende Mischung aus Konferenz, Ausstellung und Festival, während der Themen aus den Bereichen Film, Musik und Medien im texanischen Austin zur Sprache kommen. Das in diesem Jahr zwischen dem 9. und 18. März stattfindende Event hatte nun auch Apples Chef für Onlinedienste, Eddy Cue, zu Gast, der sich zu einigen spannenden Themen äußerte, unter anderem zu Apples aktueller Strategie, das Videoangebot auszubauen. Ein detaillierter Liveblog des Gesprächs findet sich unter anderem bei 9to5mac.

In der Interview-Session, die unter dem Titel „Curation in Media“ im Programm des SXSW-Angebots zu finden war, sprach Eddy Cue mit dem CNN-Reporter Dylan Byers. Neben den Video-Eigengewächsen Planet of the Apps und Carpool Karaoke, die bisher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind, plant Apple derzeit weitere Video-Formate. Für diese wurden unter anderem Kreative wie Ronald D. Moore, M. Night Shyamalan und Damien Chazelle gewonnen. Nichts desto trotz will man laut Eddy Cue Anbietern wie Netflix in Zukunft keine Konkurrenz machen.

"Wir versuchen nicht, die meisten Smartphones der Welt zu verkaufen, wir versuchen nicht, die meisten Apps zu verkaufen: Wir versuchen, das Beste zu kreieren“, so Eddy Cue während des SXSW-Panels. „Hoffentlich geht der andere Aspekt dann damit einher. Wir tätigen große Investitionen. Es geht darum, die richtigen zu finden. Die Art und Weise, wie wir arbeiten, ist nicht, hundert Dinge gegen die Wand zu werfen und zu sehen, welche davon gut oder schlecht sein werden." Cue betonte auch, dass Apple in diesem Bereich Neuland betrete und daher nicht alles zu einem großen Erfolg werden würde. "Alles sollte aber von hochwertiger Qualität sein“, erklärte Eddy Cue. Apple wolle im Vergleich zu Netflix und Amazon „hervorstechen“ und „Qualität statt Quantität“ liefern.

Apple: Keine Pläne zur Übernahme von Video-Konkurrenten

Auch zur starken Rolle Apples im Video-Streaming-Geschäft äußerte sich Apples Chef für Onlinedienste. Im Vergleich zu reinen Software-Anbietern wie Netflix ist Apple in der glücklichen Position, sowohl Hard-, als auch Software für Videoinhalte unter einem Dach zu vereinen. "Wir werden sicher ein paar Überraschungen erleben", sagte Cue, „Denn wir glauben, dass es einen wirklichen Vorteil in der Technologie gibt. Es gibt Möglichkeiten, die Technologie zu nutzen, um das Seherlebnis noch besser zu machen.“ Vor allem Live-Sport könne mit entsprechenden Benachrichtigungen davon profitieren, zeigte Cue auf.

Und warum kauft Apple, eines der vermögendsten Unternehmen der Welt, nicht einfach einen der Video-Konkurrenten am Markt, beispielsweise Netflix, auf? Auch auf diese Frage hatte Eddy Cue die passende Antwort. „In der Geschichte Apples haben wir generell nie große Übernahmen getätigt. Den Grund dafür kann ich mit einem Zitat von Wayne Gretzky (Kult-Eishockey-Spieler, Anm. d. Red.) beantworten: ‚Laufe dorthin, wo der Puck sein wird, nicht wo er gerade ist.‘“

Foto: Engadget.com

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Kommentare4 Antworten

  1. Cupsurfer sagt:

    Die Sache mit dem Live-Sport inkl. Benachrichtigungen hat mich die letzten Wochen mehrmals beschäftigt:

    Im speziellen:Wenn ich die Sky-Ticket oder die DAZN-App auf meinen Apple-Geräten installiert habe, wäre es doch toll, bei einer Benachrichtigung, die auf dem Bildschirm aufploppt, sofort das Ereignis zu sehen.
    Ich finde das immer etwas „rückständig“, eine Benachrichtigung über ein Tor auf meinem iPhone zu bekommen, aber bis ich Sky/DAZN geöffnet habe, ist die Wiederholung von dem Ereignis schon Geschichte.

    Ich glaube, da ist noch ziemlich viel Luft nach oben. 🙂

  2. Jan sagt:

    Naja ich finde was die Originals angeht liefert Netflix wirklich Qualität, da kann man nicht meckern.

  3. krzysiek sagt:

    Apple muss meckern, sonst müssten die wieder zugeben, dass die auch das verpennt haben 😉

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