Wer regelmäßig Hörspiele, Hörbücher, Podcasts und längere YouTube-Videos konsumiert, kennt das Problem: Die Inhalte verteilen sich auf mehrere Apps und Dienste. Genau hier setzt zentr an. Die noch in Entwicklung befindliche App bündelt Hörspiele, Hörbücher, Musik, Podcasts und YouTube an einem zentralen Ort. In der aktuellen Betaversion lassen sich unter anderem Inhalte aus dem Apple Music-Katalog, Audio- und Video-Podcasts sowie YouTube-Kanäle einbinden.
Das Herzstück ist eine gemeinsame Warteschlange, in der sich festlegen lässt, was als Nächstes ansteht. Gleichzeitig merkt sich zentr den eigenen Hör- beziehungsweise Wiedergabefortschritt. Das ist besonders interessant für Hörspiele und Hörbücher, bei denen man häufig nicht einfach einen einzelnen Track startet und wieder verschwindet. Stattdessen soll die App den persönlichen Medienkonsum über verschiedene Quellen hinweg zusammenhalten.
Neben der Queue setzt zentr auf ein Inbox-Prinzip: Wer Künstler und Künstlerinnen, Hörspielserien, Podcasts oder YouTube-Kanälen folgt, bekommt neue Veröffentlichungen chronologisch angezeigt. So ist die App weniger eine klassische Streaming-Bibliothek, aber ähnelt stattdessen einem persönlichen Feed. Gerade bei Podcasts und YouTube-Kanälen kann das praktisch sein, weil neue Inhalte nicht erst in mehreren Apps zusammengesucht werden müssen.
Apple Music ist ein wichtiger Baustein

Für Apple Music-Inhalte greift zentr auf den bestehenden Katalog zurück. Voraussetzung ist allerdings ein aktives Apple Music-Abo. Neben Hörspielen und Hörbüchern lassen sich damit auch Musik-Inhalte in die gemeinsame Organisation einbeziehen. Ergänzend unterstützt die Beta den Import eigener Audio- und Videodateien, so dass die Sammlung nicht ausschließlich von Streamingdiensten abhängig sein muss.
Auch optisch unterscheidet sich zentr bewusst von nüchternen Medien- und Podcast-Listen. Große Cover, anpassbare Farbschemata und unterschiedliche übersichtliche Ansichten sollen die persönliche Sammlung stärker in Szene setzen. Dazu kommen praktische Funktionen wie Offline-Downloads für Podcasts, ein Sleeptimer, eine anpassbare Wiedergabegeschwindigkeit und eine CarPlay-Unterstützung.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, kann zentr derzeit über Apples TestFlight ausprobieren. Entwickler Claude Flaig aus Luzern in der Schweiz weist zugleich darauf hin, dass die Entwicklung noch läuft und Feedback ausdrücklich erwünscht ist. Wer sich für die rund 167 MB große Anwendung, die aktuell in Version 0.1.1 (108) vorliegt und ab iOS 26.2 oder neuer installiert werden kann, interessiert, kann zentr kostenlos über die TestFlight-App von Apple herunterladen und dem Entwickler wertvolles Feedback geben. Weitere Info zu zentr gibt es auch auf der offiziellen Website zur App.
