Apple spendiert Final Cut Camera mit Version 2.4 ein umfassendes Update, wie das Unternehmen im eigenen Newsroom berichtet. Die kostenlose Video-App (App Store-Link) wurde nicht nur optisch überarbeitet, sondern soll vor allem den Zugriff auf wichtige Kameraeinstellungen vereinfachen. Verschlusswinkel, ISO und Weißabgleich lassen sich schneller erreichen. Dazu kommen anpassbare Overlays wie Falschfarben und Clipping-Anzeigen sowie ein verbessertes Fokus-Peaking mit einstellbarer Empfindlichkeit.
Auch beim Aufnehmen selbst gibt es in Final Cut Camera 2.4 praktische Neuerungen. Ein neues Aufnahmelicht zeigt deutlich an, dass die Kamera gerade läuft. Wer möglichst viel vom Motiv sehen möchte, kann die Bedienelemente im Sucher per Zwei-Finger-Tipp ausblenden. Damit richtet sich Final Cut Camera noch stärker an Nutzer und Nutzerinnen, die mit dem iPhone möglichst kontrolliert und professionell filmen wollen.
Besonders interessant ist die Unterstützung der variablen Blende des iPhone 18 Pro. Die neue Fusion-Hauptkamera erlaubt erstmals auf dem iPhone eine direkte Steuerung der Blende. In Final Cut Camera können Creator die Blende präzise einstellen oder zwischen Blendenautomatik und Zeitautomatik wählen. Damit lässt sich unter anderem gezielter auf Belichtung und Tiefenschärfe Einfluss nehmen.
Kinomodus trifft ProRes und Apple Log

Ebenfalls neu: Effekte des Kinomodus können nun auch bei normalen Videoaufnahmen genutzt werden. Das gilt laut Apple auch für Aufnahmen in ProRes und Apple Log. Wer das Material anschließend in Final Cut Pro bearbeitet, kann dadurch Fokuspunkte und Tiefenschärfe nachträglich anpassen. Gerade für aufwendigere Videoprojekte eröffnet das zusätzliche Möglichkeiten bei der Postproduktion.
Mit iOS 27 kommen weitere Funktionen hinzu, die deutlich in Richtung professioneller Videoproduktion gehen. Final Cut Camera unterstützt künftig professionelle Videoscopes wie die RGB-Parade und ein Histogramm. Damit lassen sich Farbkanäle, Farbbalance und Belichtung während der Aufnahme genauer kontrollieren. Für Setups mit externem Equipment kommen außerdem Clean SDI Out und Genlock-Offset hinzu.
Clean SDI Out ermöglicht über einen HDMI-auf-SDI-Konverter die Ausgabe eines sauberen Videosignals für Streaming in Broadcast-Qualität. Der Genlock-Offset wiederum soll bei speziellen Aufnahmesituationen helfen, etwa wenn ein Display abgefilmt wird oder mehrere per Genlock synchronisierte Kameras unterschiedliche Latenzen aufweisen.
Final Cut Camera 2.4 ist seit dem 29. September als kostenloses Update für das iPhone im App Store verfügbar. Die Anwendung benötigt mindestens iOS 26.6 oder neuer sowie rund 80 MB an freiem Speicherplatz auf dem Gerät. Auch eine deutsche Lokalisierung ist für die Gratis-Video-App vorhanden.
